Creglingen

Gemeinderat Kein Geld für IT-Spezialisten

Wie meistern Schulen das digitale Lernen?

Archivartikel

Creglingen.Digitales Lernen hat in Zeiten von Corona zwangsweise Hochkonjunktur. Stadträtin Rosi Kuhn regte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates an, dass die Stadt einen IT-Experten anstellt, der dafür sorgt, dass Schüler, die zuhause digital auf der Strecke bleiben würden, nicht durchs digitale Raster fallen. Für Bürgermeister Uwe Hehn ein utopischer Wunsch: „Das würde uns rund 70 000 Euro kosten“, so der Chef der Stadtverwaltung.

Aus erster Hand erfuhren die Räte dann, wie die Schulen mit der Herausforderung Homeschooling zurecht gekommen sind. Konrektor Michael Frank von der Realschule und Konrektor Markus Häfner von der Grund- und Werkrealschule (GWRS) gaben darüber Auskunft. „Es ist für alle Beteiligten eine schwierige Situation gewesen“, sagte Michael Frank. Die Videokonferenzen hätten über den Anbieter „Zoom“ ganz gut geklappt, doch sei dieser Anbieter dann aus Datenschutzgründen verboten worden. Man sei auf andere Systeme umgestiegen, doch die hätten nicht so zuverlässig funktioniert.

Man habe inzwischen mehr auf Lernvideos umgestellt. „Die sind zeitunabhängig abrufbar“, so der Konrektor der Realschule. Und man bereite sich auch vorsorglich auf einen zweiten Lockdown vor.

Konrektor Markus Häfner von der GWRS pflichtete seinem Kollegen bei. Insgesamt laufe es ganz gut. Von den rund 250 Schülerinnen und Schülern habe man inzwischen nur noch zirka acht nicht digital erreicht. „Wir wollen aber natürlich auf 100 Prozent kommen“, betonte Markus Häfner. abo