Creglingen

Jüdisches Museum Ausstellung „Generation Flucht“ ab 10. Oktober zu sehen

Was empfinden vertriebene Menschen?

Creglingen.Im Jüdischen Museum Creglingen wird ab 10. Oktober die Sonderausstellung „Generation Flucht gezeigt“.

Was bedeutet Heimat? Was empfinden Menschen, wenn sie vertrieben werden? Was erzählen sie von ihrer Vergangenheit? Der zweite Weltkrieg hat eine beispiellose Völkerwanderung in Europa ausgelöst. Rund zwölf Millionen Menschen mussten fliehen oder suchten sich eine neue Heimat.

Die Wanderausstellung „Generation Flucht“ beschäftigt sich mit der Frage, was passiert, wenn Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden. Die Fotografin Verena Berg hat für ihr Projekt „Generation Flucht“ Menschen porträtiert, die während des Zweiten Weltkrieges aus ihrer Heimat fliehen mussten. Sie hat sie fotografiert und ihre Geschichten aufgezeichnet. Jedem der fotografischen Porträts ist eine Landschaftsaufnahme gegenübergestellt, in der sie sich assoziativ mit den Geschichten dieser Zeitzeugen auseinandersetzt. Die Verbindung der Fotos und Texte schaffen ein sichtbares Zeichen der Erinnerung an Flucht und Vertreibung.

Verena Berg studierte visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel mit Schwerpunkt Fotografie bei Professor Bernhard Prinz. Von 2010 bis 2012 war sie Meisterschülerin bei Professor Arno Fischer an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin. Sie gehört zu den Preisträgern des Lagois-Fotowettbewerbs. Der Lagois-Fotowettbewerb wurde 2008 vom Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV) ins Leben gerufen. Er erinnert an den Pfarrer Martin Lagois (1912 bis 1997), der die evangelische Publizistik in Bayern prägte. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr, eröffnet. Die Kuratorin der Ausstellung Rieke Harmsen, Abteilungsleiterin beim Evangelischen Presseverband für Bayern, wird nach einer kurzen Einführung durch die Ausstellung führen.