Creglingen

Kultur Theaterverein Reinsbronner Bühnenzinnober sagt die auf November verschobene Saison nun komplett ab

„Unter Schwestern“ eventuell 2022

Archivartikel

Die Komödie „Unter Schwestern“ wird in diesem Jahr nicht mehr aufgeführt. Die Theatergruppe Reinsbronn hat die Saison 2020 nun komplett abgesagt.

Reinsbronn. Der Theaterverein Reinsbronner Bühnenzinnober hat seine von März auf November verschobene Saison 2020 aufgrund der aktuellen Entwicklung „schweren Herzens“ nun komplett abgesagt. Angesichts der nicht kalkulierbaren Risiken sei mit Blick auf die nicht einzuschätzende weitere Entwicklung der Corona-Pandemie eine Durchführung der Saison im November 2020 nicht möglich, wie der Verein in einer Pressemitteilung schreibt.

Die Rückabwicklung der bereits gekauften Karten erfolgt automatisch in den nächsten Wochen über den Bühnenzinnober-Partner „Burnout-Events“, der alle weiteren Schritte unternimmt. Die Karteninhaber müssen nichts unternehmen.

„Wir bedauern es sehr, dass wir das Stück „Unter Schwestern“ nicht zeigen können, zumal die Resonanz bei der Premiere am 13. März hervorragend war“, so Vereinsvorsitzender Arno Boas rückblickend. Damals, quasi unmittelbar vor dem Lockdown, hatte die erste Aufführung noch stattfinden können – vor rund 90 begeisterten Zuschauern.

An jenem Wochenende im März kursierten fast stündlich neue Zahlen zu Corona. „Es war eigentlich ein Wunder, dass wir die Premiere noch spielen konnten“, so der Vorsitzende. Doch noch am Premierenabend war klar, dass die Premiere auch zugleich die Derniere sein würde – ein absolutes Novum in der bald 40-jährigen Geschichte der Reinsbronner Theatergruppe.

Premiere war zugleich Derniere

Es ist nach Angaben des Vereins nicht ausgeschlossen, dass das von Regisseurin Frederike Faust inszenierte Stück zu einem späteren Zeitpunkt – eventuell im Frühjahr 2022 – doch noch zur Aufführung kommen wird. Jetzt aber gebe es zur Saisonabsage keine Alternative, so der Vereinsvorsitzende.

Am 13. März hatte der Verein noch mit der Komödie „Unter Schwestern“ eine erfolgreiche Premiere gefeiert – doch schon die zweite Vorstellung am 15. März fiel dem Lockdown zum Opfer, genauso wie alle anderen Vorstellungen.

In der damaligen Hoffnung, die Situation bessere sich bis zum Herbst, hatte der Verein zunächst eine Verlegung in den November beschlossen. Man hatte sich sogar schon auf eine Verlegung des Spielorts in die Stadthalle Creglingen geeinigt und war damit bei der Stadt Creglingen auf Unterstützung gestoßen.

Doch leider ließ die aktuelle Entwicklung keine sichere Planung zu, so dass die Saison nun doch ganz abgesagt werden muss.

„Wir bedauern dies sehr und hoffen umso mehr, dass wir 2021 wieder vor unserem Publikum auftreten können – dann voraussichtlich mit einer Sommersaison,“ so abschließend der Vereinsvorsitzende. rbz