Creglingen

Leserbrief Zu „Verwaltung kritisiert“ (FN 28. November)

Neuer Antrag auf grenzenloses Tierleid

Erneut ging bei der Stadt Creglingen ein Antrag auf grenzenloses Tierleid ein.

Gebaut werden soll ein Stall für 29 900 Masthähnchen. Zur Erinnerung: Geplant waren ursprünglich vier Ställe zu je 50 000 Masthähnchen. Dieser Antrag wurde dann vom Bauherr zurückgezogen, nachdem offensichtlich wurde, dass der Gemeinderat dem nicht zustimmen würde. Nun soll also im zweiten Anlauf der neue Gemeinderat erneut einem Antag auf Tierleid, diesmal in der „Lightversion“ der Qual von hunderttausenden von Tieren pro Jahr zustimmen.

Denn auch im reduzierten Stall, in dem diese deswegen nicht mehr Platz haben, stehen die Tiere am Ende ihrer qualvollen Mastzeit (nach nur 39 Tagen) dicht an dicht gedrängt und warten auf das Ende ihrer Leidenszeit. Sie warten, bis jemand kommt, der sie brutal in Kisten zwängt und zum Schlachthof fährt, wo sie auf Förderbänder aufgehängt, maschinell geköpft, gerupft und verarbeitet werden, um am Ende als billiges Brathähnchen auf den Tellern zu landen.

Spielt es für diese 29 900 Tiere also eine Rolle, dass es ursprünglich im ersten Antrag 50 000 pro Stall, also insgesamt 200 000 sein sollten? Wohl kaum!

Wir appelieren daher auch an das neue Gremium, seiner Verantwortung dem im Grundgesetz (Art. 20 a GG) verankerten Recht auf Tierschutz gerecht zu werden und den Antrag erneut abzulehnen!