Creglingen

Kommunalwahlen in Bayern Dr. Markus Naser (FRV) holt 46,8 Prozent / CSU-Kandidatin erreicht 33,7 Prozent / Harry Scheuenstuhl enttäuscht

Martina Schlegl darf in die Stichwahl gehen

Martina Schlegl geht in die Stichwahl um den Oberbürgermeisterposten in Rothenburg.

Rothenburg. Sehr schnell zeichnete sich nach den ersten Wahlbezirksmeldungen ab, dass Dr. Markus Naser, Freie Rothenburger Vereinigung (FRV), und Martina Schlegl (CSU) in die Stichwahl kommen. Als nur noch ein letzter Briefwahlbezirk fehlte war klar: Markus Naser ist der große und überraschende Gewinner mit 46,75 Prozent, Martina Schlegl kommt mit 33,71 Prozent in die Stichwahl und Harry Scheuenstuhl ist trotz seiner kommunalpolitischen Erfahrung der Verlierer mit 19,54 Prozent. Bei knapp 52 Prozent lag die Wahlbeteiligung in Rothenburg.

Harry Scheuenstuhl sagte, das Ergebnis sei enttäuschend, aber man sei mit den guten Argumenten der SPD leider nicht durchgekommen. „Das ist sehr überraschend, ich hatte darauf gesetzt dass die kommunalpolitische Erfahrung besonders gewürdigt wird, aber das war leider nicht der Fall!“

Dr. Naser zeigte sich hocherfreut und überrascht von seinem großen Erfolg schon im ersten Wahlgang und will jetzt alles daran setzen OB zu werden.

Erstmals in der Rothenburger OB-Wahl-Historie trat mit CSU-Bewerberin Martina Schlegl (48) eine Frau an. Sie stammt aus Rothenburg, lebt in Creglingen und ist zurzeit Schulleiterin in Tauberbischofsheim mit politischen Erfahrungen in der CDU Main-Tauber. Schlegl sagte in einer ersten Reaktion: „Ich bedanke mich bei allen Wählern sowie Unterstützern und freue mich,dass ich in die Stichwahl komme. Wir kämpfen natürlich weiter, werden unser Bestes geben, nochmal in die Vollen gehen und hoffen, dass wir in zwei Wochen gut dabei sind.“

Und worauf führt sie ihr gutes Abschneiden zurück? Schlegl: „Ich denke, wir haben gute Themen gehabt, die die Leute bewegen, konnten überzeugen und unser Wahlprogramm war eigentlich das einzige, das zusammen mit den Bürgern entstanden ist. Wir haben eine Kommunalwerkstatt gemacht und nicht im Hinterzimmer Wahlkampf, sondern wir sind raus zu den Menschen, haben die Anregungen aufgenommen und ich denke, diese Bürgernähe zahlt sich aus.“