Creglingen

Firma Wirthwein Gespräch mit Bundestagsabgeordneter

Management des Bundes gelobt

Creglingen.Die Bundestagsabgeordnete Nina Warken war zu Besuch bei der Firma Wirthwein. Diese diskutiert in verschiedenen Gremien und Zusammensetzungen über Hilfsprogramme und Förderrichtlinien, um den Schaden für die Wirtschaft abzufedern. „Da jedoch den richtigen Hebel zu finden und es möglichst gerecht zu gestalten, das ist die zentrale Herausforderung, vor der wir aktuell stehen“, so die Tauberbischofsheimerin.

„Solche milliardenschweren Programme müssen wohl überlegt und austariert sein, was normalerweise viel Zeit erfordert – die wir aber in der aktuellen Situation nicht haben, denn die Hilfe muss möglichst schnell bei den Unternehmen und damit den Arbeitnehmern ankommen“, warb Nina Warken um Verständnis bei allen Betroffenen, denn „alle Branchen stehen vor individuellen Herausforderungen und sehen verständlicherweise zuerst die eigenen Interessen“.

Zurückhaltung im Kaufverhalten

Die Verunsicherung ist nach Meinung des Creglinger Unternehmers der zentrale Grund für Kaufzurückhaltung, was er am Beispiel der Autoindustrie aufzeigte: „Durch den Dieselskandal und die Umweltdiskussion wissen die Leute doch einfach nicht mehr: Welches ist der richtige Antrieb? Was ist die Mobilität der Zukunft?“ Der Effekt dieser Verunsicherung ist, dass sich die Konsumenten mit ihren Kaufentscheidungen zurückhalten und abwarten. „Und die Diskussion über mögliche Kaufprämien für Neufahrzeuge unterstützt diese Kaufzurückhaltung noch. Wer kauft sich denn jetzt ein neues Auto, wenn er eventuell in ein paar Wochen eine attraktive Prämie geschenkt bekommt?“, so Marcus Wirthwein, der eine schnelle Entscheidung in dieser Frage für die Erholung der Automobilindustrie als wichtig erachtet. Die Erfahrungen, die Familie Wirthwein in der Krise mit einem Digitalisierungsschub im Unternehmen gemacht haben, decken sich auch mit den Eindrücken der Bundestagsabgeordneten. Beide Seiten sehen eine nachhaltige Wirkung auf die bisherige Handhabung von Besprechungen und erwarten eine Abkehr von der Präsenzkultur hin zu einer Akzeptanz von Home Office und Onlinemeetings. pm