Creglingen

Leserbrief Zur Aktion der Landwirte „Im Zeichen grüner Kreuze“

Mahnung für die ganze Bevölkerung

Die Aktion der Landwirte „Im Zeichen grüner Kreuze“ war Thema eines Männerstammtischs der Kirchengemeinden Finsterlohr, Schmerbach und Lichtel im Gasthof Rappen in Schonach.

Dr. Markus Ehrmann aus Herbertshausen hielt aus der Sicht eines Landwirts, Agrarökonomen und Christen den Vortrag zu diesem Thema. Die grünen Kreuze sollen eine Mahnung sein für die ganze Bevölkerung, dass – wenn die ganzen Anforderungen, Bestimmungen und Beschuldigungen so weitergehen an, für und über die Bauern – es bald keine deutschen Bauern mehr geben wird! Was bedeutet das Kreuz in erster Linie? Zum Tode verurteilt durch Verdrehung der Tatsachen. „Kreuzige ihn!“, riefen die Gegner Jesu und wussten gar nicht, dass sie damit selber ihr Urteil gesprochen hatten.

Dr. Ehrmann sagte: „Jeder ist Landwirt!“. Auch die Verbraucher, die mit ihrem Einkaufen, Verhalten und Tun auch ihr Leben und ihren Lebensraum bestimmen und auch alles, was in der Zukunft noch werden soll. Nicht nur für die Bauern!

Jeder schaut in letzter Zeit mit einer anderen Brille auf die Bauern und die Landwirtschaft und meint, durch immer mehr Vorgaben, Verbote, Bestimmungen und Kontrollen könnte man die ganze Lage in allem verbessern. Aber: alle schauen nur auf die eine Seite, die der Umweltverschmutzung, des Klimawandels und des Tierwohls. Aber: Wer fragt danach wo alles herkommt?

Es sind alles Errungenschaften und Erfindungen der Wissenschaft der vergangenen 50 Jahre, der Agrarpolitik in Brüssel, der Verkehrspolitik und des Wohlstandes des ganzen Volkes. Und jetzt, wo man merkt, dass alles in die Hecke geht, jetzt wird beim Bauern angefangen. Zu beschuldigen, zu bevormunden, zu verurteilen und zu bestrafen! Hat man auch das schon überlegt, was daraus werden kann? Wer von den ganzen anderen würde heute noch gerne Bauer sein? Und was zeigen die Bauernhöfe in den Dörfern? Die vielen leeren Ställe, auch schon neuere – sauber geputzt, still – wer weiß, was das bedeutet? Wer von allen anderen würde gerne noch 365 Tage arbeiten. Und hinterher sind die Auslagen größer als die Einnahmen. Und der Lohn? Es wäre an der Zeit, dass sich die Kreuze zum Guten wenden, zu Hoffnung und zur Errettung aller, die daran glauben! Dann könnten auch die grünen Kreuze die ganze Welt verändern, zum Guten für alle, denkt nicht nur