Creglingen

Am Samstag, 9. Mai Neuer Regionalmarkt in Creglingen

Kurze Wege für Waren und Kunden

Archivartikel

Creglingen.Ein neuer Regionalmarkt startet am Samstag, 9. Mai, in Creglingen in der Hauptstraße vor der Touristinformation (Brunnenhäusle) mit Unterstützung durch die Stadt (wir berichteten).

Dem vorangegangen sind etliche Versammlungen sowohl von interessierten Bürgern als auch von Direktvermarktern. „Was wir in Creglingen haben, ist ein Schatz“ sagt SPD-Stadträtin Rosi Kuhn, und ihr pflichten viele bei. Es ist ein Bekenntnis zu den kleinen Einzelhandelsgeschäften, den Traditions-Handwerksbetrieben wie Metzger und Bäcker.

Markt des Gesprächs

Gerade jetzt in dieser Zeit wächst das Bewusstsein, wie wichtig die Versorgung mit Lebensmitteln, die vor Ort hergestellt werden, ist. Die wachsende Zahl an Direktvermarktern kommt zum Teil aus der Überzeugung, keine industrielle Landwirtschaft betreiben zu wollen, gestützt von einer steigenden Zahl von Verbrauchern, die sich auch klima- und umweltverträgliche Produkte wünschen: Ein neues Qualitätsbedürfnis, bei dem Geschmack, Nachhaltigkeit und Regionalität mit ausschlaggebend sind und nicht nur allein der Preis. Wissen, wo’s herkommt – deshalb ist der Creglinger Regionalmarkt auch ein Markt des Gesprächs. Hier kann ein Dialog zwischen Produzenten und Konsumenten ganz direkt stattfinden. Und die Creglinger haben eine zusätzliche Möglichkeit, direkt bei den Erzeugern einzukaufen: kurze Wege für Waren und Kunden, ohne dass Zwischenhändler den Einkauf verteuern oder die Preise diktieren, bis dem Landwirt nichts mehr bleibt.

Der Dialog soll zwischen Erzeugern und Kunden stattfinden. Die Einladung zum Gespräch hat auch Gerd Bayer aus Rüsselhausen gerne angenommen. Er ist in eine bäuerliche Familie hineingeboren worden, lernte Fotograf und war von New York bis Hamburg als Modefotograf unterwegs. Lebenswege sind verschlungen. Sein Buch „Tausche Kamera gegen Kuh“ lässt schon ahnen, wie er seinen beruflichen Werdegang fortgeführt hat. Er ist ein hervorragender Diskutant und freut sich auf viele Gespräche. Der Markt soll in Zukunft zunächst sechs Mal jährlich immer am zweiten Samstag des Monats stattfinden.

Alle Marktteilnehmer und Besucher tragen Mundschutz. Die Marktbesucher sollen beim Einkauf außerdem den erforderlichen Abstand ein halten. „Auch beim Warten können bei eineinhalb Metern Abstand schöne Gespräche entstehen“, sagt Anita Bone-Czerniejewski, eine der Initiatorinnen des Marktes (wie berichtet).