Creglingen

Creglinger Kleintierzüchter Ausstellung im Kommunalen Kino / Viele hohe und sogar einige Höchstnoten vergeben

Kleintierschau war mit 142 Tieren ein echtes Highlight

Archivartikel

Creglingen.Der 100. Creglinger Pferdemarkt warf auch bei den Kleintierzüchtern schon Wochen im voraus seine Schatten. So wurde den Zuchthähnen im Stall des Vorsitzenden durch ein Lichtprogramm ein verfrühter Frühling vorgegaukelt. Viele Besucher, im besonderen Kinder, konnten sich an den beiden Schautagen über das Ergebnis freuen: Elf putzmuntere Küken zeigten sich von ihrer besten Seite. Diese flauschigen Tierchen zu berühren zauberte ein Lächeln auf die Kindergesichter.

Bei der Tombola versuchten Jung und Alt ihr Glück, gab es doch reichlich Gewinne.

Die eigentliche Kleintierschau war mit 142 Tieren in mehreren Rassen und Farbenschlägen ein interessantes Highlight. Die Preisrichter waren wie letztes Jahr Siegfried Holert aus Treuchtlingen und Wolfgang Bergs aus Schwarzenbruck. Der späte Schautermin tat der Tierqualität keinen Abbruch. Dass die Tiere in den heimischen Stallungen gehegt und gepflegt wurden, bestätigten nicht nur die beiden Preisrichter, sondern auch das zahlreiche Fachpublikum. Viele hohe, ja sogar einige Höchstnoten wurden vergeben. Die Auswertung der Vereinsmeister war sehr spannend. Schließlich möchte jeder Züchter diesen begehrten Titel einmal sein eigen nennen. Zum Jubiläum wurde die Preisausschüttung natürlich erhöht und die Wertigkeit hochgesetzt.

In der Klasse Großhühner hatte Daniel Eberle aus Reichenbach mit seinen Yokohamas die Nase vorn. 382 Punkte bedeutete Platz 1.

Zweiter Vereinsmeister wurde Gerold Kellermann mit Eulenbarthühner chamois weißgetupft. 381 Punkte gab es für diese Kollektion. Auf den dritten Platz kam abermals Daniel Eberle mit seinen Orloff in rotbunt und 380 Punkten.

Unter die Zwerghühner hatte sich ein Exot gemischt: die japanischen Legewachteln von Hartmut Döppert. Laut Verbandsbeschluss gehören sie wertungstechnisch zur Kategorie der Zwerghühner. Hier hieß es: kleiner Vogel ganz groß. Mit 380 Punkten thronten die japanischen Legewachteln in wildfarbig auf Platz eins in der Zwerghuhnriege. Der Vizetitel ging wieder an ein echtes Zwerghuhn. Die deutschen Zwergwyandotten silber schwarzgesäumt aus den Stall von Oskar Frieß aus Tauberrettersheim kamen ebenfalls auf 380 Punkte. Jungzüchter Levi Schmidt von der Schön freute sich über Rang drei und 379 Punkte für seine ostfriesischen Zwergmöven in silber schwarzgeflockt. Heiß umkämpft, nicht nur aufgrund der großen Bewerberzahl, war die Taubensparte. Letztendlich souverän ging der Vereinsmeistertitel an Hartmut Döppert aus Archshofen. Seine Thüringer einfarbige waren mit 382 Punkten die höchstbewertete Kollektion. Etwas überraschend ging der zweite Platz mit 380 Punkten an die Niederländischen Schönheitsbrieftauben in blauschimmel von Gerold Kellermann. Der Dritte im Bunde war Günter Seubert aus Waldmannshofen. Seine Thüringer Schwalben errangen 379 Punkte.

Den Vereinsmeistertitel gibt es für den besten Durchschnitt aus vier Tieren. Daneben wird noch der Einzeltitel der besten Tiere vergeben. Alle konnten mit der Höchstnote „vorzüglich“ und 97 Punkten aufwarten. Bei den großen Hühnern wurde eine Henne der rotbunten Orloff von Daniel Eberle herausgestellt. Das beste Zwerghuhn hatte Oskar Frieß. Einen Doppelschlag konnte Hartmut Döppert verbuchen. Sowohl mit einer 0,1 Thüringer einfarbig sowie 0,1 Seldschuke eisfarbig stellte er jeweils das Spitzentier. Um das Ganze abzurunden, ging der Landesverbandsehrenpreis ebenfalls nach Archshofen. Hartmut Döpperts „Show Racer“ blau mit Binden gescheckt errangen mit 96 Punkten diese Auszeichnung. Der Kreisverbandsehrenpreis blieb in Creglingen. Züchter Gerold Kellermann erwarb diesen Preis mit einer Eulenbarthenne in chamois weißgetupft und der Note: „vorzüglich 97“.