Creglingen

Skatfreunde Creglingen Bei Mitgliederversammlung Bilanz gezogen / Wiederaufstieg in Oberliga Bayern knapp verpasst

Helmut Wörrlein macht das Dutzend voll

Archivartikel

Reinsbronn.Auf ein insgesamt zufriedenstellendes Jahr 2019 blickten die Skatfreunde Creglingen in ihrer sehr gut besuchten 27. Mitgliederversammlung zurück. Der Wiederaufstieg in die Oberliga Bayern wurde lediglich ganz knapp verpasst.

Wenn auch das sehr dürftige Abschneiden bei der Mainfränkischen Mannschaftsmeisterschaft eine Riesenenttäuschung war, wurden doch in verschiedenen Wettbewerben des Mainfränkischen, Bayerischen und Deutschen Skatverbandes einige durchaus ansehnliche Ergebnisse erzielt. Größter Erfolg des Jahres 2019 war die Qualifikation von Helmut Wörrlein für die Deutsche Meisterschaft für Vereinsfunktionäre in Magdeburg und dort ein Platz in der oberen Tabellenhälfte. Im Herzschlagfinale um die Vereinsmeisterschaft behauptete sich Helmut Wörrlein denkbar knapp vor Gunter Belschner.

Nach dem Abstieg aus der Oberliga Bayern 2016 hatten die Creglinger im dritten Anlauf auf den Wiederaufstieg gehofft, verfehlten dieses Ziel mit dem vierten Platz unter 15 Teams und nur zwei Punkten Rückstand auf Aufstiegsplatz zwei allerdings knapp.

Desaster erlebt

Der Fehlstart in Goldbach mit nur zwei von sechs möglichen Punkten erwies sich als eine zu große Hypothek und konnte trotz starker Leistungen im weiteren Verlauf der Meisterschaft nicht mehr ganz wettgemacht werden. Nach zehn 48-er Spielserien an insgesamt fünf Spieltagen schlugen in der Landesliga Nord(bayern) 21:9 Punkte zu Buche.

Das Creglinger Team trat zu allen Ligaspielen in der gleichen Besetzung an: Oswald Müller (8608 Spielpunkte/92 gewonnene und 16 verlorene Spiele), Charles Reiser (9229/105:21), Michael Wörrlein (9429/ 94:10) sowie Helmut Wörrlein (10036/93:9) absolvierten alle zehn Durchgänge. Die Mainfränkische Mannschaftsmeisterschaft war dagegen ein Desaster für die Creglinger. Die erste Mannschaft belegte in der Besetzung Charles Reiser, Karlheinz Neubert, Helmut Wörrlein und Oswald Müller den drittletzten Platz, obwohl Letzterer mit stolzen 6939 Punkten das drittbeste Einzelergebnis in diesem 6-Serien-Turnier erzielte. Die zweite Mannschaft mit Sigrid Friedl, Frank Denner, Gunter Belschner und Peter Jankowski zierte das Tabellenende.

Mit sechs Personen waren die Skatfreunde Creglingen bei der Mainfränkischen Einzelmeisterschaft vertreten. Sigrid Friedl konnte im Seniorenwettbewerb ihren 7. Platz aus dem Vorjahr überbieten und qualifizierte sich mit Rang vier zusammen mit Peter Jankowski (Platz 10) im Seniorenwettbewerb erneut für die Bayerische Einzelmeisterschaft. Karlheinz Neubert scheiterte knapp. Im Herreneinzel gelang Helmut Wörrlein das sechste Mal in Folge eine Platzierung im oberen Tabellendrittel und damit die Qualifikation für die Bayerische Einzelmeisterschaft. Mit einem 1100-er Schnitt war der fünfte Rang das zweitbeste Ergebnis seit dem Debüt der Creglinger Skatfreunde in diesem Wettbewerb 1996. Michael Wörrlein und Oswald Müller scheiterten in der Qualifikation für die bayerische Einzelmeisterschaft, bei der Helmut Wörrlein einen Mittelplatz belegte. Sigrid Friedl und Peter Jankowski landeten bei der bayerischen Seniorenmeisterschaft im unteren Tabellendrittel.

Im Mainfränkischen Tandemwettbewerb gingen zwei Creglinger Teams an den Start. Frank Denner und Peter Jankowski scheiterten ebenso in der Qualifikation wie Michael und Helmut Wörrlein, die es im Vorjahr noch bis zur Teilnahme an der Deutschen Endrunde in Bonn geschafft hatten.

Erfolgreichster Wettbewerb war für die Creglinger der Wettbewerb für Vereinsfunktionäre. Nach dem Creglinger Doppelsieg von Oswald Müller (1.) und Helmut Wörrlein (2.) auf Mainfränkischer Ebene gelang Wörrlein mit Rang sieben im Bayerischen Wettbewerb die Qualifikation zur Deutschen Endrunde in Magdeburg. Dort sprang unter 136 Teilnehmern der 51. Rang heraus. Neben den Qualifikationswettbewerben veranstaltet der Mainfränkische Skatverband jährlich vier Wertungsturniere. Die meisten Wertungspunkte sammelte Oswald Müller (26), der beim eigenen Wertungsturnier Rang vier belegte und als Elfter haarscharf die erstrebenswerte Platzierung unter den „ Top 10“ in der Jahresrangliste des Mainfränkischen Skatverbandes verpasste.

Ebenfalls Wertungspunkte verbuchen konnten Helmut Wörrlein (13), Peter Jankowski (7) und Karlheinz Neubert (4).

Hoher Stellenwert

Einen hohen Stellenwert besitzt bei den Skatfreunde die Vereinsmeisterschaft. 2019 wurden an 52 Spielabenden insgesamt 104 Serien zu je 48 Spielen gespielt. Wer mindestens die Hälfte davon anwesend ist, kommt in die Jahreswertung. Peter Jankowski aus Igersheim, der Senior der Skatfreunde, war einmal mehr eifrigster Teilnehmer und versäumte erneut keinen einzigen Spielabend.

Der Kampf um die Vereinsmeisterschaft war wie 2018 eine hochspannende Angelegenheit. Gunter Belschner, Mitte des Jahres noch abgeschlagen auf Rang zehn , „rollte das Feld von hinten auf“, und erst mit dem allerletzten Spiel der Saison konnte Helmut Wörrlein (1001 Durchschnittspunkte) seinen vermeintlich komfortablen Vorsprung verteidigen und sich, mit einem einzigen Pünktchen vor Gunter Belschner (1000), zum zwölften Mal die Vereinsmeisterschaft sichern. Dritter wurde Titelverteidiger Michael Wörrlein (990), vor Oswald Müller (985). Bemerkenswert ist das Ergebnis von Christian Frank, der stolze 1065 Durchschnittspunkte verbuchte, aber erst Mitte des Jahres eingestiegen war und so nicht die für die Wertung erforderlichen Teilnahmen hatte.

Der Bericht von Kassier Karlheinz Neubert zeugte von geordneten Finanzen, die Kassenführung war, wie Revisor Walter Ammon bescheinigte, wie gewohnt ohne Fehl und Tadel. Somit stand der Entlastung der Vereinsführung nichts im Wege. Sie erfolgte einstimmig, ebenso wie die folgenden Neuwahlen, die den 1. Vorsitzenden Helmut Wörrlein, Schriftführer Gunter Belschner und Beisitzer Burghard Schrandt für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigten.

Nachfolger von Kassenrevisor Walter Ammon, der diese Funktion seit Vereinsgründung im Jahr 1993 inne hatte und nun aus Altersgründen auf eigenen Wunsch nicht mehr ausüben möchte, wurde Eugen Wolfarth. Die anderen Vorstandsmitglieder stehen erst nächstes Jahr zur Wahl. H.W.