Creglingen

„Reinsbronner Bühnenzinnober“ Theaterverein zog bei der Generalversammlung Bilanz / Neues Stück wird am 13. März uraufgeführt

Frederike Faust inszeniert „Unter Schwestern“

Archivartikel

Reinsbronn/Niedersteinach.Mit einer neuen Regisseurin geht der Theaterverein Reinsbronner Bühnenzinnober in die 37. Spielsaison: Die Schauspielerin Frederike Faust aus Röttingen inszeniert die Komödie „Unter Schwestern“, die am 13. März Uraufführung im Gemeindehaus Reinsbronn feiert.

Bei der Generalversammlung des Theatervereins in der alten Schule in Niedersteinach wurde auf das abgelaufene Jahr zurück geblickt, das mit der Auszeichnung beim Ehrenamtspreis des Main-Tauber-Kreises im November einen besonderen Höhepunkt fand.

In seinem Jahresbericht blickte Vereinsvorsitzender Arno Boas auf 2019 zurück. Nach einem Jahr Spielpause im Jahr 2018 gab es im Frühjahr 2019 wieder Theateraufführungen im Gemeindehaus. Zehnmal wurde die Komödie „Familien-Bande“ unter Regie von Maria Warkentin vom Russlanddeutschen Theater Niederstetten im Reinsbronner Gemeindehaus aufgeführt. Mit deutlich über 1400 Besuchern habe man ein gutes Ergebnis erreicht, führte der Vorsitzende aus. Bewährt habe sich die Zusammenarbeit mit der Firma Burnout Events, die den Kartenvorverkauf für den „Bühnenzinnober“ übernommen hat. Auch 2020 wird der Vorverkauf zu unveränderten Preisen wieder über die Equarhofener Firma abgewickelt.

Ein weiterer Höhepunkt des vergangenen Jahres war der dreitägige Ausflug nach Leipzig. Ein umfangreiches Sightseeing-Programm wurde ergänzt durch den Besuch eines Improtheaters. Erfolgreich verlief Ende November der Auftritt des Musik-Kabaretts „Jokurt, Paulaner und Bearnd“ im evangelischen Gemeindesaal Creglingen. Rund 90 Besucher erfreuten sich an dem Konzert der hohenlohischen Kultband, die mit originell-schrägen Texten einen Blick in die Hohenloher Seele wirft. Das Konzert sei erfreulich gut besucht gewesen, was Mut mache, auch in Zukunft wieder Kulturveranstaltungen in Creglingen durchzuführen, so Arno Boas. In den 90-er Jahren hatte der Theaterverein regelmäßig Kulturabende im Kommunalen Kino und im evangelischen Gemeindesaal veranstaltet, hatte diese Aktivitäten aber aufgrund nachlassender Besucherzahlen eingestellt.

Ehrenamtspreis erhalten

Zum Jahresende 2019 durfte der Verein mit einer gut 20-köpfigen Abordnung in die Kreishauptstadt Tauberbischofsheim reisen. Als eine von sechs Theatergruppen aus dem Main-Tauber-Kreis war man für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen worden. Mit dem dritten Platz, der mit 1000 Euro dotiert war, habe man ein tolles Ergebnis erzielt, sagte Arno Boas. Die Messlatte für den Preis lag hoch, umso mehr habe man sich über die Auszeichnung gefreut. Für den Ehrungsabend im Tauberbischofsheimer Rathaus-Saal hatte sich der Verein etwas Besonderes ausgedacht: einen Trailer für das 2020 aufzuführende Stück – ohne dass dazu bisher auch nur eine Zeile geschrieben war. Arno Boas, Ulrich Pfänder, Raffael Sachadae, Tanja Kellermann und Leonie Hertlein spielten in kurzen, prägnanten und von Edgar Habel und Verene Schiebold ins rechte Licht gerückte Szenen an, worum es im nächsten Stück gehen könnte: ums Thema Erbschaft.

Da habe er sich weit aus dem Fenster gelehnt, gab Arno Boas bei der Generalversammlung zu. Doch er habe Wort halten können, sagte der Vereinsvorsitzende, der seit 1985 auch die Stücke für Reinsbronn schreibt. Wie im Trailer angekündigt, gehe es um das Thema „Erbschaft“. Einen Titel hat das neue Werk auch: „Unter Schwestern“. Die Komödie feiert am 13. März Premiere im Reinsbronner Gemeindehaus. Als neue Regisseurin wurde die Schauspielerin, Sängerin und Theaterpädagogin Frederike Faust aus Röttingen verpflichtet. Sie ist in der Region unter anderem durch ihre Auftritte bei den Frankenfestspielen und als Leiterin des Jungen Theaters der Frankenfestspiele bekannt. Mit acht Spielern arbeitet sie nun an dem neuen Stück und freut sich nach eigener Aussage sehr über die neue Herausforderung. Der Vorverkauf startet im Februar.

Jugendgruppe wird reaktiviert

2020 will der Verein auch seine Jugendgruppe wieder aktivieren, die eine rund zweijährige Pause hinter sich hat. Angedacht ist für die Jugendlichen diesmal eine Sommersaison im Hof eines leer stehenden Anwesens in Reinsbronn. Genaueres werde sich in den nächsten zwei Monaten ergeben, so der Vorsitzende. Er würdigte abschließend das große Engagement seiner Vorstandskollegen und aller Helfer, ohne die die Arbeit des Theatervereins nicht leistbar wäre. rbz