Creglingen

Leserbrief Zu „Bevölkerung zeigt viel Verständnis“ (FN 28. Januar)

Artensterben beschleunigt

Für das Arten- und Insektensterben in Deutschland soll ja hauptsächlich die intensive Landwirtschaft schuld sein.

Aber auch die immer mehr zunehmenden Auflagen und Vorschriften in der Landwirtschaft können das Artensterben beschleunigen. Mein Nachbar hat einst in einer Wiese im Tal Erde ausgehoben, diese Grube füllte sich mit Wasser, ein idealer Laichplatz für Kröten.

Auch der Wasserfrosch mit seinem lauten Gequake siedelte sich dort an. Selbst die in Deutschland vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke und den Feuersalamander konnte man dort beobachten.

Aber nicht lange, denn dann bekam der Bauer die Auflage, dieses bei uns einmalige Biotop aufzufüllen. Seitdem sind bei uns in Standorf Feuersalamander und Gelbbauchunke meiner Ansicht nach ausgestorben. Auch Windräder beschleunigen das Insektensterben. Laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), werden jede Menge Insekten von Windrädern geschreddert.

Das DLR beziffert „die Zahl der durch Windräder in Deutschland getöteten Fluginsekten während der warmen Jahreszeit auf 5,3 Milliarden pro Tag.

Pro Jahr entstünden bei Durchflug der Rotoren Verluste von mindestens 1200 Tonnen“.

Aber auch die bäuerliche Landwirtschaft ist vom Aussterben bedroht.

In unserem Ort waren es über viele Jahrhunderte zwölf Bauernhöfe, jetzt sind es noch vier, auch diese werden das Bauernsterben nicht überleben, aber darüber regt sich kaum jemand auf.