Buchen

Leserbrief Zum Corona-Virus

Zusammenhalt besonders wichtig

Archivartikel

In diesen Tagen treibt uns vieles um – Sorgen und Ängste unterschiedlichster Art machen uns zu schaffen. Sozialkontakte müssen eingeschränkt werden. Wir alle – und gerade auch unsere Kinder – sind mit einer Situation konfrontiert, die wir so noch nie erlebt haben.

Wichtig ist es in dieser Zeit zusammenzuhalten und gerade die Mitmenschen im Blick zu behalten, die besonders vom Virus betroffen sein könnten. Solidarität mit und Dankbarkeit gegenüber all denen, die sich weit über das erwartbare Maß hinaus für unsere medizinische Versorgung und einen geregelten Ablauf dieser Ausnahmesituation einsetzen, sollte uns allen ein großes Anliegen sein. Darin eingeschlossen sind auch all die, die weiterhin für unsere Versorgung eine große Verantwortung tragen: im Lebensmittelsektor, im Handwerk, in der Verwaltung und in all den Bereichen, die uns so gar nicht bewusst sind.

Buchen kennt solche Krisen – 1635 war es die Pest, im Winter 1942/43 der Typhus – beide kosteten viele Menschen das Leben. Nicht ohne Grund existiert in Buchen das Rochus-Gelübde, in dem sich Stadt und Kirchengemeinde verpflichtet haben, jährlich die Rochusprozession abzuhalten. Nun ist es an der Zeit, sich an dieses Gelübde zu erinnern – und zwar für jeden von uns. Holen wir die Rochus-Figur im wahrsten Sinne des Wortes aus der Ecke, stellen wir sie in die Mitte unserer Häuser und vor allem richten wir unser Gebet an Rochus, unseren Fürsprecher in schwerer Not. Auch dadurch zeigen wir unsere Solidarität und Gemeinschaft im Glauben, die im Moment nicht mehr öffentlich gelebt werden kann. Nehmen wir uns Zeit für ein Gebet (auch für den Rosenkranz), ein Lied, frei gesprochene Bitten. Informieren wir uns über Rochus und sein Leben und nehmen wir unsere Verantwortung für unsere Gesellschaft wahr, um die Gesundheit vieler zu schützen.

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