Buchen

Leserbrief Zur Neuanlage von Baugebieten in Hainstadt und Buchen

Zu- und Abfahrten sinnvoll gestalten

Neubaugebiete sind an für sich genommen für die Kommunalpolitik, wie auch für die gesamte Bevölkerung immer etwas Gutes. Es spricht für die Attraktivität des Raumes, bringt neuen Wohnraum für Familien, schafft Arbeitsplätze und erhöht das Steueraufkommen. Bei der Anlage groß zu erschließender Gebiete, bedarf es aber vorab einer gut angedachten Stadt- und Raumanalyse.

Zur Sachlage: Die momentan in der Planung befindlichen Gebiete „Neue Gärten“ in Hainstadt und „Marienhöhe“ in Buchen haben flächenmäßig das Potenzial ganz neue Stadtteile entstehen zu lassen und nicht nur kleine Neubaugebiete zu werden; deshalb ist es mehr als erforderlich im voraus vor allem an eine gute infrastrukturelle Erschließung beziehungsweise Anbindung der Gebiete zu denken, möchte man die Zu- und Abfahrten des entstehenden Verkehrs in solch neu entstehenden Stadtteilen sinnvoll und für alle Anwohner nutzbringend gestalten.

Bereits vor einem Jahr haben in Hainstadt in einer kleinangelegten Bürgerbefragung von 40 Haushalten mehr als 27 ihre Bedenken über die hinzukommende Verkehrsbelastung in der Dorfmitte in Hainstadt geäußert. Sie stellten sich Fragen wie: Verträgt die Ortsmitte das zu erwartend starke Aufkommen des Schwerlastverkehrs und des zunehmenden Privatverkehrs, sofern man die „Neue Gärten“ allein über die Ortsmitte bedient? Die Anfahrt über Walldürner Straße/Dorfmitte/Bannwinkelstraße ist teilweise sehr eng, schlecht ausgebaut – noch dazu ist die Straßendecke in einem erbärmlichen Zustand, mündet in eine 30er-Zone mit regem Fußgängerverkehr von Schulkindern und hat zwei „Nadelöhre“ im Bereich der Dorfmitte zu passieren, bei denen es bereits heute für zwei entgegenkommende Pkw schon eng genug wird; Lkw benutzen bei Gegenverkehr immer zusätzlich die Fußgängerwege. Wie wird sich der zunehmende Verkehr auf die Wohnqualität und das Geschäftsleben auswirken, fehlen doch momentan schon Park- und Rangiermöglichkeiten im Zentrum Hainstadts? Wie geht man mit der berechtigten Sorge der Eltern, um die Gefahren ihrer Kinder auf dem Schulweg um?

Leider hört man in zahlreichen Ratssitzungen in Hainstadt, wie auch in Buchen immer wieder, dass man an einer Lösung dran sei, Konkretes fehlt aber nach über einem Jahr immer noch, die Erweiterungsplanung der Flächen schreitet derzeit aber genüsslich weiter voran? Einige Bürger haben den Ortschafts-und Gemeinderäten bereits für beide Gebiete gute Ansatzpunkte für eine mehrseitige und großräumige Erschließung unterbreitet und warten gerne weiter darauf, ob sie auf Gehör stoßen.

Die Bevölkerung darf also auch in Zukunft gespannt sein, ob den Kommunalpolitikern nicht nur bei der Vergabe, sondern auch bei einer sinnvollen infrastrukturellen Erschließung der Gebiete der große Wurf gelingt.

Zum Thema