Buchen

Tradition in Buchen Fest des Heiligen Rochus wird jedes Jahr gefeiert / Im Gedenken an die Pestnot 1635 und die Typhusepidemie 1942/43

Zahlreiche Gläubige bei der Rochusprozession

Archivartikel

Buchen.Zum Fest des heiligen Rochus nahmen – trotz Corona-Virus und den damit einhergehenden verschärften Sicherheitsvorkehrungen – viele Gläubige am feierlichen Gottesdienst mit Predigt und einer Prozession durch die Straßen Buchens teil.

Geschichtlicher Hintergrund

Der Gottesdienst findet jedes Jahr statt und ist auf die große Pestnot 1635 und das im Kriegswinter 1942/43 bei der damals grassierende Typhusepidemie gegebene Versprechen zurückzuführen, zum Fest des Pestpatrons St. Rochus eine heilige Messe abzuhalten. Es ist lange Tradition in der Buchener Geschichte, und die große Beteiligung veranschaulicht die Treue der Bevölkerung.

Seit 2019 findet das Fest am dritten Sonntag im Juli statt und nicht wie gewohnt am Wochenende nach dem 16. August, dem Gedenktag von Rochus von Montpellier. Die Verlegung beschloss eine Arbeitsgruppe, um mehr Menschen die Teilnahme an der Prozession zu ermöglichen, welche zuletzt rückläufig war, da sich viele Familien in Urlaub befanden.

Sicherheit wahren

Um die Sicherheitsvorgaben wegen des Corona-Virus einhalten zu können, versammelten sich die Gläubigen aus Buchen und den Stadtteilen in diesem Jahr auf dem Wimpinaplatz und nicht wie gewohnt in der Stadtkirche. Viele Stuhlreihen wurden aufgestellt um den zahlreichen Gläubigen einen Platz zu bieten. Musikalisch untermalt wurde der Gottesdienst auch in diesem Jahr von der Buchene Stadtkapelle.

In der Predigt ging Kaplan Julian Donner auch auf das grassierende Virus ein und appellierte an die Bevölkerung. „Wo ist es in letzter Zeit auf ihre Tat angekommen, egal ob sie klein oder groß war?“ Darauf komme es nicht an, da die Tat auch anderen Antrieb gebe, zu helfen.

Abstand während Prozession

Bevor sich die Bürger zur Prozession aufstellten, erinnerte Stadtpfarrer Johannes Balbach daran, nicht mitzusingen und auch während der Prozession den Mindestabstand von eineinhalb Metern strikt einzuhalten.

Von den Kreuzträgern und der Kolpingfamilie angeführt, machten sich die Gläubigen auf den Weg. Am Haag entlang über die Schüttstraße bis hin zum Bild, wo ein kurzer Stopp eingelegt wurde, um die Himmelträger zu tauschen. Begleitet wurde der Zug von der Musik der Stadtkapelle.

Auf Stationen an den Altären musste dieses Jahr wegen der Sicherheitsvorkehrungen verzichtet werden. So schloss die Prozession wieder am Wimpinaplatz. nb

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