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Ortschaftsratssitzung in Hettigenbeuern Auch ein angriffslustiger Bussard beschäftigte das Gremium

Wlan-Zugangspunkt im Dorfgemeinschaftshaus

Archivartikel

Hettigenbeuern.Zwei Bauanträge befürworteten die Ortschaftsräte aus dem Morretal bei ihrer jüngsten Ortschaftsratssitzung. Dies waren der Bauantrag auf Neubau eines Carports und der Bauantrag auf Überbauung einer bestehenden Garage. Ortsvorsteher Norbert Meixner gab dann bekannt, dass der WLan-Access-Point im Dorfgemeinschaftshaus im Februar in Betrieb genommen wurde. Es kann dort täglich zwei Stunden kostenlos im Internet gesurft werden.

Glasfaser in jedes Haus

Der Ortsvorsteher informierte des Weiteren über den geplanten flächendeckenden Breitbandausbau im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis durch die Firma BBV. Es bestehe die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss bis in jedes Haus zu realisieren. Hierzu plane er im Herbst eine Informationsveranstaltung für die Bürgerschaft, er rechne hier mit großem Interesse der Einwohner, aufgrund des aktuellen Umbaus des Dorfgemeinschaftshauses könne die Veranstaltung derzeit nicht stattfinden.

In Hettigenbeuern sollen Hundetütenspender mit entsprechenden Abfalleimern aufgestellt werden. Zunächst sollen zwei solche Hundetütenspender, einer am Friedhof und einer am Mühläckerweg bei der Zufahrt zur Firma Steiff, aufgestellt werden.

Pflege der Wegränder

Von den Ortschaftsräten wurde unter anderem die Pflege der Wegränder angesprochen. Auch das Thema Mäusebussard-Attacken in der Hornbacher Steige war ein erörterter Punkt. Die Situation sei hier nicht so einfach, das verdeutlichten die Ausführungen, unter anderem von Ortschaftsrat Alexander von Wedel. Wie schon in den Vorjahren sei der Bussard wieder sehr aktiv und greife häufig Radfahrer massiv an. Attacken auf mehrere Radfahrer sind dieses Jahr bereits bekannt, bei einem zeugt sogar ein Loch im Fahrradhelm vom Angriff. Die Anwohner sehen Leib und Leben der Kinder und auch der Erwachsenen, die hier mit dem Rad unterwegs sind, bedroht.

Aber nicht nur für Anwohner sei es gefährlich, schließlich ist die Hornbacher Steige auch eine beliebte Strecke bei Hobbyradfahrern, die ihre Leistungsfähigkeit an der folgenden 22-Prozent-Steigung testen wollen. Die Besonderheit, welche die Situation so gefährlich macht, ist dass der Bussard seinen Horst in unmittelbarer Nähe von gleich zwei Straßen, nämlich dem Eichenweg und Hornbacher Steige, hat. Diese Verkehrswege lassen sich nicht wie Waldwege für die Dauer der Brutzeit sperren.

Horst verlegen?

Beim Landratsamt wurde von den Anwohnern mittlerweile eine artenschutzrechtliche Prüfung und rechtliche Güterabwägung beantragt, mit der Frage, ob der Horst an dieser exponierten Stelle an der Hornbacher Steige entfernt oder um circa 200 Meter versetzt werden kann, damit es zukünftig nicht mehr oder wesentlich weniger zu diesen Angriffen kommt.

Regierungspräsidium zuständig

Es fand mittlerweile ein Ortstermin mit den Verantwortlichen des Landratsamtes statt. Hier wurde mitgeteilt, dass die Zuständigkeit beim Regierungspräsidium als obere Naturschutzbehörde liegt. „Man sollte nicht warten, bis noch was schlimmeres passiert“, lautet der eindringliche Appell. Der Mäusebussard sei eine streng geschützte Art, dennoch sei eine Umsetzung des Horstes weg vom Straßenbereich besser, als wenn weitere Unfälle passieren.

Angesprochen wurden auch die abgebauten Ruhebänke, hier informierte Ortsvorsteher Meixner über die Sanierung der morschen Sitzgelegenheiten. Das Thema „Hochwasserschutz am Hornbächlein“ war ebenfalls ein Thema von Interesse. Die Baumaßnahmen sind hier wohl noch nicht abgeschlossen. Es wurde nachgefragt, ob mittlerweile eine Gewässerschau stattfand und ob ein darauf aufbauendes Konzept vorliegt. Das Gitter soll verlagert werden, um künftige Hochwasserschäden zu vermeiden. Mehr Informationen über die geplanten Maßnahmen zum Hochwasserschutz sind wünschenswert. Im Bereich des Kindergartens wünschen sich verschiedene Bürger, so teilte Stadtrat Magnus Brünner im Auftrag der Initiative „Heddebör unser Ort“ mit, einen Zebrastreifen. Hier soll nochmals geprüft werden, ob dies möglich ist.

Die Sanierung der Außenfassade vom Dorfgemeinschaftshaus wurde in der Einwohnerfragestunde thematisiert. Ortsvorsteher Norbert Meixner teilte mit, dass momentan die sanitären Anlagen saniert werden und auch die Dachsanierung in vollem Gange sei.

Die Fassade sei ein Folgeprojekt, hier gebe es momentan noch keine detaillierten Informationen und keinen Zeitplan. hes

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