Buchen

Gemeinschaftsaktion „Spende statt Karten“ Mit mindestens 20 Euro ist man dabei / Geld fließt in Frauenförderzentrum in Awasa

„Wir sind sehr glücklich, weil alle das staatliche Examen bestanden haben“

Buchen.Wie in den zurückliegenden 33 Jahren bittet der Verein „Aktion Hungernde Kinder“ die Geschäftswelt von Buchen wieder um die Teilnahme an der Aktion „Spende statt Karten“.

Diese Aktion verfolgt bekanntlich das Ziel, auf die Übermittlung der guten Wünsche zu Weihnachten und zum Jahreswechsel in Einzelanzeigen und unpersönlichen Kartengrüßen zugunsten einer Sammelanzeige in den beiden Tageszeitungen zu verzichten und das so eingesparte Geld für die Ausbildung von jungen Mädchen, Frauen (neuerdings auch für junge Männer) zur Verfügung zu stellen. Durch eine zielgerichtete Bildung werden sie in die Lage versetzt, ein selbstbestimmtes, eigenständiges Leben in Äthiopien oder einem der angrenzenden Länder zu führen.

Seit im Jahr 1994 mit den Finanzmitteln des Buchener Vereins „Aktion Hungernde Kinder“ in Höhe von 305 000 Mark ein eigenes Frauenförderzentrum in Awasa erbaut werden konnte, fließt der Erlös aus der Anzeigenaktion ausschließlich in die Unterstützung der Arbeit dieses Frauenzentrums. .

Über die erfolgreiche Arbeit berichtet die Schulleiterin Sr. Dolores im Rückblick auf das vergangene Schuljahr. (Übersetzung): „Das akademische Schuljahr 2018/19 ist ein sehr gutes Jahr für uns gewesen. Wieder hat uns Gott mit sehr vielen Studentinnen und Studenten gesegnet. 582 Teilnehmer besuchten unsere Kurse; das sind 200 mehr als im Vorjahr. Die große Zahl ist dem Umstand geschuldet, dass viele Studenten/Studentinnen – vorwiegend in die arabischen Länder – emigrieren wollen. Um Menschenhandel, Ausbeutung und Erniedrigung vorzubeugen, mussten und wollten wir sie an unserem College auf diesen Schritt gut vorbereiten.

Wir sind sehr glücklich, weil alle das staatliche Examen bestanden haben und den Reisepass für die Arbeit im Ausland erhalten haben. So haben wir unser Bestes getan, dass sie Erfolg haben und dort ein Leben in Würde führen können.

Wir sind stolz über das gute Benehmen, das Interesse und die Disziplin der jungen Menschen. Es war wunderbar zu sehen, wie Mädchen und Jungen zusammen lernten und arbeiten (Gleichheit der Geschlechter in Äthiopien). Auch haben wir im letzten Jahr das Level 3 für Mode und Design gestartet und dieses Jahr werden wir bereits Level 4 einrichten, was die höchste Stufe am College ist. Die nächste Stufe könnten die Studentinnen dann an der Universität erreichen.“

Wer sich bis 12. Dezember mit einer Spende von mindestens 20 Euro auf eines der Konten des Vereins (Sparkasse Neckartal-Odenwald: DE86 6745 0048 000 70 111 66, Volksbank Franken: DE37 6746 1424 000 12 626 02, Überweisungsträger liegen auf) unter dem Stichwort „Spende statt Karten“ beteiligt, wird namentlich in der zu Weihnachten erscheinenden Sammelanzeige aufgeführt. nl

Zum Thema