Buchen

Im Klösterle

Vortrag von Valentina Munz

Archivartikel

Buchen.Ein Vortrag von Valentina Munz über „Tradition oder Moderne? – Das Selbstbild der jüdisch-deutschen Orthodoxie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts“ findet am Freitag, 8. November, um 19.30 Uhr im Klösterle, Obergasse 6, in Buchen statt. Der Eintritt ist frei.

Im 19. Jahrhundert veränderte sich die religiöse Landschaft des deutschen Judentums grundlegend. Es entstanden verschiedene religiöse Strömungen, die eine unterschiedliche Ausrichtung des Judentums propagierten. Eine davon war die sogenannte (Neo-)Orthodoxie, die meist als Gegenreaktion auf die Entwicklung und den Aufstieg der jüdischen Reformbewegung verstanden wird. Während die jüdische Reformbewegung die Strategie verfolgte, das Judentum als eine Konfession zu definieren, propagierte die jüdisch-deutsche Orthodoxie den vollständigen Erhalt der sogenannten „Religion der Väter“.

Der Vortrag, veranstaltet von der Stiftung „Bücherei des Judentums“, will die Frage aufgreifen, ob die jüdisch-deutsche Orthodoxie vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts tatsächlich lediglich die traditionellen Inhalte des Judentums bewahrte oder ob nicht viel eher eine Neudefinition ebendieser stattfand. Als Quellengrundlage für den Vortrag dienen vor allem die zeitgenössischen jüdisch-orthodoxen Zeitungen, die die jüdisch-orthodoxe Führungselite als neues Medium der Meinungsbildung erkannt hatte.

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