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Leserbrief Zu „Endgültiges Aus für die Transversale“ (7. Dezember)

Umdenken nötig

Springfrosch, Kammolch und Haselmaus und einige Landwirte atmen auf, ihr Lebensraum und ihre Flächen bleiben ihnen erhalten. Keine Transversale wird die Landschaft weiter zerschneiden. Der Kreistag hat entschieden. Letztendlich waren es aber nicht die Grünen oder die Naturschützer, die jetzt jubeln, die die Transversale beerdigt haben, sondern die reine Vernunft der überwiegenden Mehrheit der Kommunalpolitiker im Kreistag, die die immensen Kosten schlicht nicht mehr verantworten konnten.

Gilt es doch insbesondere auch die Kliniken im Kreis zu erhalten und das wenn möglich in kommunaler Hand, für eine wohnortnahe Behandlung unserer Menschen vor Ort und ordentlichen Arbeitsbedingungen für unsere Krankenpfleger, Ärzte und alle weiteren Mitarbeiter! Unendlich Geld steht dem Kreis nicht zur Verfügung, es sei denn die Kreisumlage stiege ins Unendliche, die Kommunen würden handlungsunfähig, sehr bürgerfreundlich wäre es wohl nicht.

Eine Tatsache ist vielen nicht klar. Auch mit dem Bau der Transversale bliebe das Verkehrsaufkommen auf dem heutigen Niveau, wie es den Prognosen zu entnehmen ist. Zu glauben, den Anwohnern ginge es ohne Transversale plötzlich besser und es träte Ruhe ein auf der Durchgangsstraße durch Bödigheim, Seckach, Zimmern, aber auch Schlierstadt und Bofsheim, ist schlicht eine falsche Vorstellung. Daher fordere ich seit langem, über weiterreichende verkehrsberuhigende Maßnahmen nachzudenken, Bofsheim macht es uns bereits vor. Bereits im Vorfeld alle Möglichkeit auszuschließen, bringt uns in eine Denkblockade, im Gegenteil, alle betroffenen Anwohner, Fußgänger und Radfahrer sollten aufgefordert werden, gemeinsam zu beraten und zu überlegen, welche Maßnahmen sie für geeignet halten, ihr Leben und Aufenthalt an der Straße erträglich und sicher zu machen.

Jetzt gilt es die Prognosen des zunehmenden Verkehrs zu verhindern. Mehr Verkehr auf die Schiene, der Ausbau des Nadelöhrs in Züttlingen durch den Bund und mehr finanzielle Mittel für höhere Takte und bessere Anbindung unseres Nahverkehrs müssen dazu führen, Pendler und Güter auf die Schiene zu bringen.

Wir müssen alle umdenken, wenn uns unsere Schöpfung etwas wert ist. Auch als Nichtkirchengängerin bin ich tief davon überzeugt, dass wir als Mensch Teil dieser Schöpfung sind und eine Verantwortung für den Erhalt unserer Natur haben.

Dazu gehört der Schutz der Menschen im Einklang mit und nicht gegen die Natur.

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