Buchen

Bürgerversammlung in Götzingen Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft!“ sorgt für großes Interesse / Nächste Besprechung am 30. März geplant

Über 250 Einwohner diskutierten über die Dorfzukunft

Archivartikel

Götzingen.Über 250 Götzinger folgten am Sonntag der Einladung zur Bürgerversammlung bezüglich der anvisierten Teilnahme des Stadtteiles am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft!“ und bescherten den Initiatoren damit eine große Überraschung in der Turn- und Festhalle. Bereits im Vorfeld der Versammlung wurden das Interesse und die Unterstützung der Einwohner deutlich.

Zukunft positiv gestalten

Während dieser „Aufwärmphase“ in der Halle, mit Gedankenaustausch in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen, weckte der Fotoclub „Blende 8“ mit einer Diashow „Getzi einst und jetzt!“ nostalgische Erinnerungen. Diese Bilder zeigten auf, wo und was im Laufe der Jahre bereits saniert und verändert wurde, ließen aber auch erkennen, welche Herausforderungen noch anstehen. In einem im Dialekt geführten „Schdrosseschprech“ führten Willi Biemer und Jürgen Türschel und auch Daniela Gramlich auf originelle Art und Weise ein in die Versammlung sowie deren Hintergründe und Ziele.

Ortsvorsteherin Daniela Gramlich zeigte sich positiv überrascht über die breite Resonanz und bedankte sich für das Interesse und die Bereitschaft zur Mitarbeit und Unterstützung der Vision für Götzingens Zukunft. Es biete sich damit eine große Chance, die allerdings nur gemeinsam erreichbar sei. „Nur gemeinsam sind wir stark und können Götzingens Entwicklung und Zukunft positiv gestalten. Lasst uns daher zusammen an einem Strang ziehen“, betonte sie. Dafür biete der Wettbewerb eine echte Chance, darum müsse die Devise lauten: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“.

Im Ortschaftsrat, so führte sie aus, sei die Thematik schon ausführlich erörtert und erste Ideen entwickelt worden. Ziel der Versammlung sei nun, von den Bürgern möglichst viele Vorschläge und Anregungen zu erhalten, um das Projekt auf einer Basis aufzubauen, die von den Einwohnern auch mitgetragen und mitgestaltet werde. Nur dann werde man erfolgreich sein können.

Ziele ausarbeiten

In vier vorgegebenen Sachbereichen sollten daher, so ihr Appell, möglichst viele Vorschläge eingereicht werden. Diese sollen dann durch ein Komitee gesichtet, analysiert, auf Umsetzbarkeit überprüft und danach zu konkreten Zielvorstellungen ausgearbeitet werden. In einer Präsentation resümierten Daniela Gramlich und Jürgen Türschel die Situation in Götzingen, zeigten Impressionen aus der Gemeinde, gingen auf das Vereinswesen und die Bautätigkeit ein sowie auf das Vorzeigeprojekt „Getzi blüht!“.

Ein Workshop mit dem Titel „Zukunftswerkstatt“ soll die Ziele konkretisieren und damit auch den Blick nach vorn fokussieren. Man müsse positiv denken, um Götzingen zu verbessern – und es könne sich verbessern.

Zum Start seiner Präsentation „Der Wettbewerb und seine Chancen“ betonte Hirschlandens Ortsvorsteher Martin Hermann, für den Einstieg in das Vorhaben müsse eine Weiterentwicklung der Kommune das absolute Ziel sein, nicht der Gewinn. Der Weg sei nicht einfach, aber er lohne sich. Er stellte beispielhaft den Ablauf des „Projekts Hirschlanden“ vor, berichtete aus seinen inzwischen landesweit gesammelten Erfahrungen und betonte, die Prämisse müsse auf jeden Fall sein, die Stärken der Gemeinschaft zu entdecken und diese weiterzuentwickeln.

Starkes Zeichen

Mit dem wahrlich beeindruckenden Zuspruch habe Götzingen ein starkes Zeichen gesetzt, betonte Bürgermeister Roland Burger bei seinem Grußwort. Es sei nun zu hoffen, dass das Engagement ähnliche Dimensionen erreiche, denn hinsichtlich der Zukunftsgestaltung einer Kommune lohne sich jede Anstrengung. Und es gebe ohne Frage in Götzingen auch gute Ansatzpunkte für ein solches Projekt. So sei beispielsweise Buchen in Baden-Württemberg die Stadt mit der größten Blühfläche, und das vor allem dank der Initiative und des Einsatzes des „Help! Sommermärchen“-Teams. Es gelte nun die Stärken zu erkennen, die Einzelprojekte zu vernetzen und die sich bietenden Möglichkeiten auszuloten. Von der Unterstützung des Vorhabens durch die Stadt dürfe Götzingen ausgehen.

Bei den Vorschlagstafeln zu den vier Arbeitsfeldern wurde eifrig diskutiert und fleißig aufgeschrieben. Die Fülle an Ergebnissen überraschte nicht nur die Ortsvorsteherin. Im Ortschaftsrat sollen daraus Ideen und Ziele konkretisiert sowie Möglichkeiten zur Umsetzung ausgelotet werden. Die Weichen stehen also definitiv auf Aufbruch. Verbunden mit dem Dank an die beiden Gastredner sowie die Einwohner für das gezeigte Interesse lud Daniela Gramlich dann zur Besprechung am 30. März ein – Ort und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben – bei der dann die endgültige Entscheidung über die Wettbewerbsteilnahme gefällt werden soll. jm

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