Buchen

Burghardt-Gymnasium Buchen Baukosten im Jahresverlauf kräftig gestiegen / Mit 22,8 Millionen Euro wird gerechnet

Teuerstes Bauprojekt in der Stadtgeschichte

Archivartikel

Buchen.BGB stehe für „Buchens größte Baustelle“, hatte Privat-Dozent Dr. Harald Genzwürker in seiner Haushaltsrede gesagt. Und Bürgermeister Roland Burger attestierte dem Bauprojekt, das teuerste in der Geschichte der Stadt Buchen zu sein. Mittlerweile liegt die Kostenschätzung bei 22,8 Millionen Euro.

Was mit geschätzten Baukosten von neun Millionen Euro begann, kann sich also mittlerweile mit einem Superlativ in der Stadtgeschichte „schmücken“. Der Traum von einer derart kostengünstigen Umbau- und Erweiterungsmaßnahme am Burghardt-Gymnasium war schnell ausgeträumt. Schon im Februar 2018 wurde das Projekt auf 15,8 Millionen Euro taxiert. Im Juli dann die nächste Korrektur. Diesmal ging es jedoch „nur“ um eine Million nach oben. Kurz nach der Abrissparty, die das Ende des alten Traktes II einläutete, mussten die Stadträte im April 2019 eine weitere Kostensteigerung verdauen. Professor Hans-Ulrich Kilian vom Architekturbüro „K + H Kilian + Partner“ aus Stuttgart verkündete zwar, dass die Schule samt Gebäudetechnik jetzt praktisch komplett neu werde, hatte aber auch die Erhöhung der Baukosten von rund 16,9 Millionen auf etwa 21 Millionen Euro im Gepäck. Die Nachricht vom Anstieg auf 22,8 Millionen Euro überbrachte dann im November Tim-Felix Kilian vom beauftragten Stuttgarter Architekturbüro dem Gremium.

„Die vom Gemeinderat im Januar 2017 einstimmig beschlossene Erweiterung des BGB ist und bleibt für alle Beteiligten eine ganz große Aufgabe und Herausforderung, ist aber eine wichtige Investition in die Zukunft“, erklärte der Bürgermeister in seiner Haushaltsrede. Bei der Jahresabschlusssitzung stand das BGB erneut auf der Tagesordnung. Die Dachabdichtungsarbeiten und die Fachklassenausstattung wurden nicht vergeben, weil die abgegebenen Angebote deutlich über der Kostenschätzung lagen. Beide Verfahren wurden aufgehoben, weil man nicht unter Zeitdruck steht. Während die Dachabdichtungsarbeiten neu ausgeschrieben werden, will man die Fachklassenausstattung mit dem einzigen Bieter nachverhandeln. Eine Vergabe könnte im Januar erfolgen. Nur mit viel Glück kann in Anbetracht der boomenden Baubranche eine weitere Kostensteigerung vermieden werden. borg

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