Buchen

Maßnahmen verschärft Alle Gaststätten schließen / Nur noch drei Personen dürfen sich gemeinsam auf öffentlichen Plätzen aufhalten

Täglicher Appell an die Vernunft

Archivartikel

Buchen.Durch die Schließung vieler Geschäfte und öffentlicher Sportstätten und die Vorgabe an viele Arbeitnehmer, von zuhause aus zu arbeiten, ist es ruhiger geworden auf den Straßen und in der Innenstadt. Die aktuelle Schließung aller Gaststätten und die Begrenzung auf drei Personen, die sich gemeinsam auf öffentlichen Plätzen aufhalten dürfen, trägt ebenfalls zur Reduzierung der Kontakte und damit der Ansteckungsgefahr bei. „Aber immer noch ist es nicht ruhig genug. Die Ignoranten dieser Gesellschaft, die den absoluten Ernst der Lage und ihre Verantwortung für die Gesellschaft noch immer nicht verstanden haben, sind kreativ im Finden neuer Lokalitäten, an denen in größerer Runde zusammen abgehangen oder gegrillt wird“, erklärte die Stadtverwaltung am Freitag in einer Pressemitteilung.

Neben dem „alla hopp!“-Gelände sei auch der Hollersee ein derartiges Ziel gewesen. Mittlerweile seien überall Sperrschilder angebracht. Auch am Wochenende werde die Stadt als Ortspolizeibehörde die Einhaltung der Verbote überprüfen. Die nach der Corona-Verordnung des Landes vom 17. März „nicht zu schließenden“ Einrichtungen sind: Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Hofläden, Raiffeisen-, Bau-, Gartenbau und Tierbedarfsmärkte sowie Großhandel. Diese sollten die erforderlichen Hygienestandards und hier insbesondere die Steuerung des Zutritts und das Vermeiden von Warteschlangen mit engem Kontakt der Kunden zueinander und zum Bedienungspersonal sicher stellen.

Ein Schreiben des Kultusministeriums habe zu einer weiteren Verschärfung der Vorschriften bei Bestattungen gesorgt. Demnach dürfen Trauerfeiern, Beerdigungen und Beisetzungen nur noch im engsten Familien- und Freundeskreis stattfinden. Es gelte grundsätzlich eine Obergrenze von zehn Personen. Weder Tag noch Uhrzeit der Beisetzung dürfen der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden. Die städtischen Leichenhallen stehen ab sofort für Trauerfeiern nicht mehr zur Verfügung. Erd- und Urnenbestattungen sind mit den genannten Einschränkungen nur noch unter freiem Himmel möglich. Die Stadt wies auch auf die Möglichkeit hin, eine Urnenbestattung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben mit dem Gedanken, die Feier dann gegebenenfalls wieder ohne Beschränkungen durchführen zu können. Analog der Einschränkungen wachsen aber auch Solidarität und Hilfsangebote: Die DRK-Kreisverbände Buchen und Mosbach sammeln sowohl Hilfsangebote als auch Hilfegesuche im Neckar-Odenwald-Kreis. Kostenfrei werden alle Angebote und Hilferufe im Landkreis koordiniert. Die Service-Hotline 06281/522235 steht von Montag bis Samstag von 8 bis 16 Uhr zur Verfügung, E-Mail hilfe@drk-buchen.de.

Und noch eine tolle Idee werde bei der Stadtverwaltung Buchen gerade umgesetzt: Sarah Wörz vom Fachbereich Kultur und Stadtentwicklung sei in Zusammenarbeit mit Matthias Grimm von der SchreiberGrimm Werbeagentur gerade dabei, einen Online-Shop auf die Beine zu stellen für die Geschäfte, die aufgrund der Coronakrise schließen mussten. Zwölf Ladenbesitzer haben schon ihr Interesse angemeldet. Damit sollte es in Kürze möglich sein, das ein oder andere Produkt, das üblicherweise im Laden gekauft wird, online zu bestellen und sich nach Hause liefern zu lassen. stv

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