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Bunter Musikabend in Bödigheim Konzert zugunsten der Renovierung der Kreuzeskirche lockte die Zuhörer in Scharen

Stürmischer Beifall für traditionelle und neue Lieder

Archivartikel

Bödigheim.Ein weiterer erfolgreicher Schritt bei den intensiven Bemühungen der evangelischen Kirchengemeinde in Bödigheim, Geld für die notwendige Innenrenovierung der Kreuzeskirche zu sammeln, wurde am Adventssonntag unternommen.

„Rappelvoll“ war die Kirche, als Pfarrer Jürgen Fränkle, sichtlich erfreut über den guten Besuch, die erwartungsvolle Gemeinde begrüßte. Das bevorstehende Konzert lockte die Bödigheimer und viele auswärtige Gäste in Scharen an.

Justus Röderer hatte den „bunten Musikabend“ phantasievoll vorbereitet. Eine geschickte Mischung aus alten und neuen Stücken für Orgel, Klavier, Chor und Sologesang stand auf dem Programm. Immer wieder sang die Gemeinde zwischendurch traditionelle Adventslieder zur Orgelbegleitung.

Der Organist des Abends, Justus Röderer, hatte den unter seiner Leitung stehenden Projektchor auf der Empore neben dem Manual aufgestellt, um die vielen Aufgaben des Abends an Orgel und Klavier oder als Dirigent ohne Ortswechsel erfüllen zu können. Als erstes war Musik von Michael Schütz (geboren 1963) zu hören. Schütz, Dozent für Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik, hat mit dem Stück „The Beginning“ ein „Pop-Stück für Orgel“ geschrieben.

Der Projektchor aus Sängerinnen und Sängern aus Bödigheim und Umgebung sang dann das Lied „Wunder über Wunder“ aus dem gleichnamigen Album von Danny Plett (Komposition und Text). Hatten die Hörer bereits nach dem ersten Stück begeistert geklatscht, war nun nach dem ersten Lied des Chors der Beifall stürmisch. Das Präludium in B-Dur von Johann Sebastian Bach folgte. Eine anspruchsvolle Musik – für den Organisten und die Hörer gleichermaßen.

Weiter ging es mit Solo-Gesang und Klavier (J. Röderer) mit dem Stück „Gott macht sich zu uns auf“ (Text und Komposition Arne Kopfermann) und dem Gesang der Gemeinde „Vom Himmel hoch da komm ich her“ von Johann Sebastian Bach. Die „gewaltigen Klänge“ der Orgel der Kreuzeskirche wurden deutlich bei dem Präludium und Fuge in E-Moll des deutsch-dänischen Komponisten und Orgelvirtuosen Nicolaus Bruhns, der in Hamburg als Domkantor wirkte. Ein Stück von Sefora Nelson, Liedermacherin, Sängerin und Theologin, mit dem Titel „Wohin gehst Du?“ wurde von J. Röderer vorgetragen. Auch hier begleitete sich der Solist selbst.

Zum Abschluss sang der Projektchor ein Lied eines der führenden europäischen Komponisten und Liedtexters, Lorenz-Maierhofer (Graz), „Down in Bethlehem“, das 2016 veröffentlicht wurde und Swing-Elemente aufweist.

Der Wechsel zwischen ernsten und eher beschwingten Stücken, zwischen Solo-Gesang und Liedern der Gemeinde sowie dem Gesang des Projektchors, entsprach wohl jedermanns Geschmack – darauf jedenfalls deutete der kräftige und andauernde Beifall – auch wenn das jüngere Publikum sich mehr für die Auftritte des Chors begeisterte.

So ist zu hoffen, dass nach diesem begeisternden Abend wieder so mancher Sangeslustige den Zugang zu dem leistungsfähigen „Ensemble“ und seinem jungen Dirigenten finden wird. Zum Gelingen des Abends trugen die an die Wand projizierten Liedtexte und die aussagekräftigen Bildnisse bei. Die Technik lag in den Händen von Leonie Röderer. Nach dem Konzert versammelten sich die Mitwirkenden zu einem Schlussbild vor dem Altar.

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