Buchen

Müllablagerung in der Stadt Ab dem neuen Jahr wird es teuer / Zunächst gibt es die „gelbe Karte“

Stadt will stärker durchgreifen

Archivartikel

Buchen.Wer die Augen offen hält, sieht ihn überall: Müll. Von Zigarettenkippen über Fastfood-Behältnisse bis hin zur ausrangierten Sofagarnitur, die einfach beim Altglas-Container oder gleich irgendwo in der Natur abgestellt wird.

Nachdem das Thema in schöner Regelmäßigkeit in den Medien zum Thema wird, haben sich die Verantwortlichen der Stadt Buchen entschlossen, nun härter durchzugreifen. Denn weder die Diskussionen darüber noch diverse Aufrufe oder Stadt- und Waldsäuberungsaktionen bewirken nachhaltig einen Sinneswandel bei den Menschen, die es nötig hätten.

Deshalb werden den Damen vom städtischen Vollzugsdienst künftig mehr Stunden zur Verfügung stehen, um in der Stadt unterwegs zu sein. Sie werden Müllsünder ab sofort aktiv darauf ansprechen, dass zum Beispiel weggeworfene Kippen oder Kaugummis im Mülleimer zu landen haben. Zunächst wird dabei noch niemand zur Kasse gebeten - stattdessen wird eine „gelbe Karte“ gezeigt.

Verwarnsystem

Dieses Verwarnsystem kam bereits vor rund 15 Jahren zum Einsatz. Damit setzt man einmal mehr auf die Vernunft und die Lernfähigkeit der Müllsünder. Ab dem neuen Jahr allerdings wird es teuer, denn dann werden auf entsprechende Vergehen die Strafen folgen, die der Bußgeldkatalog hergibt: 15 Euro für eine Zigarettenkippe werden da beispielsweise fällig, für Hundekot gibt es ein Knöllchen in der gleichen Höhe.

Die städtischen Verantwortlichen erhoffen sich, dass die Stadt dadurch sauberer wird. Wohlwissend, dass das nur gelingen kann, wenn die Menschen auch Vernunft und Einsicht zeigen – und natürlich am besten schon aus den Verwarnungen, zur Not aber auch aus den Strafen lernen.

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