Buchen

Im Krankenhaus Buchen In neue Endoskopie wurden rund 2,1 Millionen Euro investiert / Offizielle Übergabe fand am Samstag statt

„Spitzenstellung im bundesweiten Vergleich“

Archivartikel

Buchen.„Die Neckar-Odenwald-Kliniken verfügen in ihrem Buchener Krankenhaus über eine endoskopische Abteilung mit universitärem Niveau.“ Das stellte Landrat Dr. Achim Brötel am Samstag bei der offiziellen Übergabe der neuen Abteilung fest. Die Kliniken haben dafür rund 2,1 Millionen Euro investiert und erhielten dafür einen Landeszuschuss von rund 500.000 Euro.

„Die Neckar-Odenwald-Kliniken verfügen für ihre Patienten über die neueste Untersuchungstechnik, die es dazu auf dem Markt gibt“, sagte Landrat Dr. Achim Brötel zur neu eingerichteten endoskopischen Abteilung im Krankenhaus in Buchen.

Neueste verfügbare Technik

Auf einer Fläche von 250 Quadratmetern befindet sich die Abteilung auf einer Ebene im Erdgeschoss. Nach den Worten von Brötel nimmt sie „im bundesweiten Vergleich eine Spitzenstellung“ ein. Denn man habe die neueste verfügbare Technik angeschafft.

Jeder der vier Untersuchungsräume verfügt über jeweils zwei Bildschirme, so dass der untersuchende Arzt und seine Assistenz die Untersuchung auf einfache Weise verfolgen können. Bei der Hygiene erfüllt die neu eingerichtete Abteilung Vorgaben, die über die Vorschriften des Robert-Koch-Instituts hinausgehen.

Wie der Landrat erläuterte, handelt es sich bei der Endoskopie um eine Untersuchungsmethode, bei der Ärzte in das Innere des Körpers schauen können. „Das Endoskop ist so etwas wie das verlängerte Auge des Arztes in den Körper hinein.“

Sie wird vor allem für Vorsorgeuntersuchungen eingesetzt, die Leben retten können, zum Beispiel bei Darm- und Magenspiegelungen sowie bei der Untersuchung der Gallengänge.

Nach den Worten von Brötel werden an den Neckar-Odenwald-Kliniken derzeit 1000 endoskopische Untersuchungen mehr vorgenommen als vor zehn Jahren, im vergangenen Jahr insgesamt rund 3500. Nicht zuletzt wegen dieses Wachstums musste man diese Abteilung im Krankenhaus in Buchen vergrößern.

„Dickes Kompliment“

Man begann im September 2019 mit den Umbaumaßnahmen und beendete diese trotz Corona-Krise im September dieses Jahres. Am 28. September nahmen Chefarzt Rüdiger Mahler, Abteilungsleiterin Kornelia Kratzer und ihr Team ihre Arbeit in der neu geschaffenen Abteilung auf.

Der Landrat machte vor allem Rüdiger Mahler und Kornelia Kratzer dein „dickes Kompliment“ dafür, dass sie sich neben dem Normalbetrieb für den Umbau eingesetzt hatten.

Chefarzt Dr. Rüdiger Mahler dankte ebenfalls allen an dem Umbau beteiligten. „Ich freue mich darüber, in seiner so tollen Endoskopie arbeiten zu dürfen“, sagte er. Er wies auf die rasante technische Entwicklung der vergangenen zehn Jahre hin. Die Endoskopie sei eine alternative zum operativen Eingriff. Mit dieser Methode könne man auch „Operationen von außen“ ausführen, zum Beispiel am Magen.

„Der Patient ist nach einer halben Stunde wieder fit“, stellte Mahler fest. Man könne Endoskopie mit Ultraschalluntersuchung kombinieren und während der Untersuchung zum Beispiel auch Gallensteine zerstören.

Als Mahler vor zwei Wochen den ersten Patient in der neuen Endoskopischen Abteilung untersuchte, stelle er fest: „Das ist ein wunderbares Arbeiten.“ Er dankte seinen Kollegen und dem Pflegepersonal.

Anschließend segneten die katholische Krankenhausseelsorgerin Marion Grimm und Pfarrerin Julia Ehret die Abteilung mit ihren medizinischen Gerätschaften.

Tag der offenen Tür

Die Teilnehmer dieser offiziellen Übergabe, vor allem Kreisräte und Landtagsabgeordnete, besichtigten anschließend die Abteilung sowie die neuen Familienzimmer in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Nach der Coronakrise soll die neue Endoskopie bei einem „Tag der offenen Tür“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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