Buchen

Mit Fackeln durch die Innenstadt Elfter Empfang der Reservisten durch die Stadt Buchen am Samstagabend im Alten Rathaus

Soldaten aus acht Nationen beteiligten sich am Zug

Buchen.Soldaten der Reserve aus acht Nationen haben am Samstagabend am traditionellen Empfang der Reservisten im Alten Rathaus in Buchen teilgenommen. Anschließend zogen sie zu den Klängen der Stadtkapelle mit Fackeln durch die Innenstadt, zum Schützenmarkt und ins Festzelt.

Flecktarn prägte das Bild am Samstagabend im Bürgersaal des Alten Rathauses. Viele Reservisten aus dem In- und Ausland waren der Einladung der Stadt Buchen zu einem offiziellen Empfang gefolgt. Bürgermeister Roland Burger begann seine Begrüßungsansprache mit einer Bekanntmachung: Christa Ellenberger ist die neue Schützenkönigin und damit seine Nachfolgerin in diesem Amt. Er wies darauf hin, dass die Stadt Buchen bereits zum elften Mal am zweiten Schützenmarktsamstag Reservisten empfange. Diese hatten tagsüber an einem Vergleichsschießen teilgenommen.

In diesem Jahr kamen die Teilnehmer außer aus Deutschland aus Belgien, Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und den USA. „Dass sich Soldaten so vieler Nationen in Zeiten schwerer Krisen treffen, ist ein Zeichen, das Mut macht“, sagte der Bürgermeister. „Frieden liegt in vielen Teilen der Welt in weiter Ferne oder ist akut bedroht“, stellte er fest. Dass die Menschen in Westeuropa seit Jahrzehnten in Frieden leben, verdanke man einem guten Sicherheitskonzept. Mit Sorge verfolgt der Bürgermeister aktuelle politische Entwicklungen und appellierte daran, „nicht Grenzen zu ziehen oder Mauern aufzubauen, sondern christliche Werte zu leben, für die auch die Bundeswehr steht.“ Er freute sich darüber, dass Reservisten unterschiedlicher Nationen Kameradschaft auf dem Schützenmarkt pflegten.

Oberschützenmeister Achim Schubert dankte dem Bürgermeister und der Stadt dafür, diesen Empfang jedes Jahr auszutragen. Er wünschte allen Teilnehmern alles Gute und ein dreifaches „Gut Schuss!“ Den besten Wünschen schloss sich Oberstleutnant Christoph Werle, Kommandeur des Logistikbataillons 461 in Walldürn, an. Oberstleutnant der Reserve Wilfried Meissner, Vorsitzender der Kreisgruppe Rhein-Neckar-Odenwald der Reservisten, freute sich darüber, dass sich Soldaten dank des Empfangs und des Fackelzugs in der Öffentlichkeit präsentieren könnten. Die Reservisten verstünden sich als Mittler zwischen der Bundeswehr und der Bevölkerung. „Beim Einzug ins Festzelt bekomme ich jedes Mal eine Gänsehaut“, gestand er. Er wünschte sich, dass die Stadt Buchen die Reservisten auch künftig im Rahmen des Schützenmarkts empfangen möge und der Fackelzug fester Bestandteil des Volksfestes bleiben werde. mb