Buchen

Unterwegs zur „Smart City“ Zwölf Parkplatzsensoren montiert / Rathaus hat die Flächen vom Bildschirm aus im Blick

Sensible Bereiche künftig digital kontrollieren

Archivartikel

Buchen.Buchen ist unterwegs zu einer „Smart City“, was bedeutet: In einer vernetzten Welt agieren auch Kommunen zunehmend digital. Eine Arbeitsgruppe kümmert sich im Rathaus um das weite Feld der Digitalisierung. Eines der ersten umgesetzten Projekte sind zwölf Parkplatzsensoren, die in der Kernstadt installiert wurden, um den dortigen Parkraum effizient überwachen zu können. Weitere könnten da, wo es Sinn hat, hinzukommen.

Feuerwehrzufahrten freihalten

Konkret geht es zunächst um fünf Feuerwehrzufahrten, die rund um die Uhr unbedingt frei zu halten sind (Hofstraße, Linsengasse, zweimal Zufahrt vor dem Wimpinahaus, Hofzufahrt Jakob-Mayer-Grundschule) und um sieben stark und nicht immer regelkonform genutzte Parkplätze am Friedhof Buchen ab der Bushaltestelle in Richtung Mauerende. Hier haben die Stadtverwaltung, die Stadtwerke und die MVV in einem gemeinsamen Pilotprojekt mit dem Namen der benutzten Technik „LoRaWaN“ (Long Range Wide Area) zwölf Sensoren im Boden installieren lassen, die eine Überwachung der Parkplätze von einem Bildschirm im Rathaus aus ermöglichen.

Wird vorschriftswidrig geparkt, melden das die schwarzen „Knubbel“ am Boden und die Rathausmitarbeiter können schnell und effizient dagegen vorgehen. Diese Sensoren sind nicht die ersten im Stadtgebiet. Ein Discounter hat schon vor geraumer Zeit ähnliche Modelle auf seinem Parkplatz einbauen lassen, um die Überwachung digital zu gestalten und damit zu vereinfachen.

Aktuell lässt man sich im Rathaus auch zu einer anderen „Smart Parking Solution“ beraten: Der Überwachung mittels einer intelligenten Kamera, bei der Parkzeiten und -zonen individuell hinterlegt werden können. Kennzeichen werden dabei nicht aufgenommen, der Datenschutz wird gewahrt. Die Feststellung eines Parkverstoßes ist das eine, die Erteilung eines Knöllchens ist das andere – das muss nach wie vor von Kollegen aus dem Ordnungsamt vor Ort erledigt werden. Nur eben zielgerichteter und damit effizienter. Und außerdem können parkplatzsuchende Autofahrer mittels automatischer Anzeigen zu freien Parkplätzen besser navigiert werden.

Technik kann noch mehr

Die Technik LoRaWaN kann aber noch viel mehr: Sensoren für die städtischen Regenüberlaufbecken, die ihre Messdaten direkt ins Rathaus schicken, stehen kurz vor der Installation. Füllstände in Müllbehältern oder Containern können erfasst und weitergeleitet werden, im Gebäudemanagement gibt es viele Anwendungsgebiete oder – ganz aktuell – Menschenzählsysteme leisten ihre Dienste, um die höchstzulässige Anzahl von Menschen in einem Gebäude oder auf einem Gelände automatisch festzustellen. „Natürlich macht nicht alles, was technisch möglich ist, für Buchen Sinn. Letztlich müssen Kosten und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis stehen und unsere Arbeit unterm Strich erleichtern“, erklärt Bürgermeister Roland Burger dazu: „Aber wir können und wollen uns der Digitalisierung und damit dem Fortschritt nicht verschließen und werden deshalb weiter am Thema bleiben.“

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