Buchen

Projekt „Faktenchecker“ Schüler der Helene-Weber-Schule erlebten bei der Schreibwerkstatt mit zwei FN-Redakteuren eine etwas andere Unterrichtsstunde

„Seine Meinung zu vertreten, ist wichtig“

Archivartikel

Im Rahmen des Projekts „Faktenchecker“ der Fränkischen Nachrichten fand an der Helene-Weber-Schule in Buchen am Mittwochmorgen eine Schreibwerkstatt statt.

Buchen. „Es ist wichtig, sich zu bestimmten Themen zu überlegen, was ist meine Meinung, und diese dann auch zu vertreten“, eröffnete Annegret Weber, Lehrerin an der Helene-Weber-Schule in Buchen, am Mittwochmorgen die etwas andere Schulstunde für ihre Schützlinge. Es hatte sich Besuch angekündigt: Die FN-Redakteure Melanie Müller und Marcel Sowa führten im Rahmen des Projektes „Faktenchecker“ eine Schreibwerkstatt mit dem Abschlussjahrgang des zweijährigen Berufskollegs Gesundheit und Pflege durch.

Im heutigen Zeitalter von WhatsApp, Instagram, Facebook und Co. prasseln Tag für Tag eine Unmenge an Informationen auf die Jugendlichen ein. Auch Fake News bleiben hier natürlich nicht fern. Es gilt also nun, die Medienkompetenzen der Schüler der Helene-Weber-Schule nachhaltig zu fördern.

Teilnahme am Schülerwettbewerb

Bereits im Vorfeld hatte die Lehrerin dieses Thema mit ihren beiden Klassen im Unterricht angesprochen. Annegret Weber nimmt zudem mit ihrer Klassenstufe auch am Schülerwettbewerb für politische Bildung teil, der von der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt wird.

So lauschten die knapp 30 Jugendlichen gespannt dem Vortrag, bei dem die beiden Redakteure über ihre Arbeit berichteten. Ihr Alltag ist vielfältig: Brände, Unfälle und Gerichtsverhandlungen gehören genauso zum Job wie Ehrungen, Spendenübergaben und Jahreshauptversammlungen der verschiedenen Vereine. Aber auch Beiträge aus den Bereichen Sport, Kultur, Wirtschaft oder Politik stehen auf der Tagesordnung. Mit einer Vielfalt an Themen kommt ein Lokalredakteur so täglich in Kontakt. Die Schüler, die in diesem Jahr ihre Fachhochschulreife absolvieren, zeigten großes Interesse an der Arbeit der beiden Journalisten. Auch während der Präsentation schnellten immer wieder die Finger in die Höhe und löcherten die Jugendlichen die beiden Redakteure regelrecht mit ihren interessanten Fragen. Zwischendurch durften die Jugendlichen sich selbst an die Arbeit machen: In Kleingruppen diskutierten die Schüler fleißig über die Vorteile des Zeitungslesens in der heutigen Zeit.

Auf dem neuesten Stand sein

Ihre Ergebnisse notierten sie im Anschluss auf Zetteln und stellten sie der Klasse vor. Allgemeinwissen, sprachliche Bildung, auf dem neuesten Stand sein und über regionale und überregionale Themen Bescheid wissen fanden sich häufig auf den bunten Kärtchen wieder.

Zudem lernten die Schüler anhand einer fiktiven Polizeimeldung, das Redigieren. Sie hatten die Aufgabe, den Text auf die fünf W-Fragen (Wer? Wo? Was? Wann? Warum?) zu überprüfen und die Meldung umzuschreiben.

Zum Thema