Buchen

Helene-Weber-Schule in Buchen Schüler des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums wurden am Donnerstag in der Stadthalle verabschiedet

„Schritt zu neuer Verantwortung“

Die Schüler des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums der Helene-Weber-Schule wurden am Donnerstag in der Stadthalle verabschiedet.

Buchen. „Labirinth – planlos zum Ziel“: Entgegen ihrem Motto mit klaren Plänen und Vorstellungen legten 52 junge Menschen am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium der Helene-Weber-Schule ihr Abitur ab. Auf das Intro des Musikkurses J2 folgte die Begrüßung von Oberstudiendirektor Christof Kieser. Nach den Dankesworten gratulierte der Schulleiter den Abiturienten auch im Namen von MdB Alois Gerig und MdL Peter Hauk zur bestandenen Reifeprüfung und animierte zum Nutzen gegebener Möglichkeiten, um jene als „Voraussetzung für die wichtige Toleranz“ anzusehende innere Zufriedenheit zu finden. Dabei brachte er das Credo des Jahrgangs wirkungsvoll in seine Rede mit ein: „Raus aus dem Labirinth und rein ins Leben!“, bemerkte Kieser und leitete zu den Grußwortrednern. Erster Landesbeamter Dr. Björn-Christian Kleih bezeichnete das Abitur als „Schritt zu neuer Verantwortung“, während Buchens Beigeordeneter Benjamin Laber darin eine „Eintrittskarte zu einem neuen Lebensabschnitt“ und einen „Wendepunkt der persönlichen Vita“ sah. Elternbeiratsvorsitzender Thomas Grün berief sich frei nach Albert Schweitzer auf „Weisheit und Wissen“, die weniger ein Bildungsabschluss, sondern viel mehr die Lebenserfahrung mit sich bringe.

Weiter ging es mit überaus unterhaltsamen Programmpunkten. Der parodistische Sketch zum „Interview eines Abiturienten“ offenbarte jede Menge humorvoller Seitenhiebe, ehe Moritz Weniger seinen geschmackvollen Liedvortrag auf der Gitarre selbst begleitete.

Nicht minder packend gestaltete sich die Hauptrede von Dorothee Maisch (Rastatt), die als erste Preisträgerin des seit 2009 vergebenen Helene-Weber-Preises dazu aufforderte, Verantwortung zu übernehmen - ganz im Sinne Helene Webers, die eine tragende Rolle zur beruflichen und gesellschaftlichen Stärkung der Frauen innehatte. „Wenn aus Visionen Ziele werden, finden Veränderungen statt“, erklärte Maisch. Es folgte ein mitreißendes Medley des Musikkurses J2: Auf gekonnte Weise bündelte es zahlreiche Pop-Klassiker neuerer und älterer Tage.

Mit sensibler Wortwahl wandte sich Studiendirektor Heiko Hinninger als Abteilungsleiter des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums an „seine“ Zöglinge. Auf sehr persönliche Weise lenkte er den Fokus auf zahlreiche Begebenheiten der zurückliegenden drei Jahre, erinnerte scherzhaft an den mitunter auch „umgekehrten Reifeprozess“ der Jugendlichen auf ihrem Weg ins Leben der Erwachsenen und dankte allen Wegbegleitern in der HWS und dem privaten Umfeld.

Schließlich nahm Hinninger die Vergabe der Preise besonders befähigter Schüler vor. Preise für besonders gute Leistungen gingen an Franziska Stock, Alina Imhof, Mona Meixner und Miriam Prosenbauer (alle 1,9), Hanna Latzko (1,8), Annalena Krappel, Dana-Celine Wagner, Lea Marie Raitz, Josefin Müller (alle 1,7), Janina Stahl (1,6), Senta Gehrig (1,5) sowie Jahrgangsbeste Lea Schäfer (1,3). Die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille krönte das sportliche Wirken von Lea Schäfer; den Scheffelpreis für beste Deutsch-Leistungen nahm Franziska Stock entgegen, während Annalena Krappel sich über den Chemiepreis freuen durfte. Für besondere Leistungen im Profilfach GW erhielt Lea Schäfer den Preis der Heidehof-Stiftung; Senta Gehrig wurde für besondere Leistungen im Profilfach Pädagogik und Psychologie ausgezeichnet. Über den Preis für besondere Leistungen in katholischer Religion freute sich Miriam Prosenbauer, während der Sozialpreis der Johannes-Diakonie Mosbach das auch über den schulischen Bereich weit hinausgehende ehrenamtliche Engagement von Lea Marie Raitz anerkannte.

Die Brücke zum Abendessen schlug die Scheffelpreisrede von Franziska Stock. „Die Welt braucht Menschen, die einfach sich selbst darstellen“, erklärte sie und empfahl, sich stets für eine von Fairness, Integrität und Ehrlichkeit geprägte Gesellschaft einzusetzen. Nach dem Abendessen folgte der gemütliche Teil mit launigen Beiträgen, viel Musik, der Diashow und einer Aufführung des Theaterkurses. ad