Buchen

KJG-Zeltlager in Orsingen-Nenzingen 70 Jungs im Alter von acht bis 15 Jahren aus dem Odenwald und dem Bauland sind auf Tour

Safari mit Rangern, wilden Tieren, einem Königsfelsen und jeder Menge „Buschfunk“

Archivartikel

Buchen.Eigentlich liegt Orsingen-Nenzingen im beschaulichen Hegau unweit des Bodensees. Dennoch herrscht dort gerade „Wildnis pur“. Denn mit über 70 Jungs im Alter von acht bis 15 Jahren aus dem Odenwald und dem Bauland ist die KJG, Dekanat Buchen, dort gerade auf „Safari-Tour“. Mit Rangern, wilden Tieren, einem Königsfelsen und natürlich jeder Menge „Buschfunk“ gibt es viel zu erleben.

Das „Bubenzeltlager“ gibt es mit wechselnden Mottos seit 64 Jahren. Immer wieder aufs Neue finden sich abenteuerlustige Jungs, die den Reiz eines reinen Zeltlagers ohne Strom und fließend Wasser nur aus den Feuerwehrschläuchen schätzen, und eine ganze Schar an ehrenamtlich tätigen Lagerleitern, Betreuern und Köchinnen zusammen, um in zwei Wochen zu einer ganz besonderen Gemeinschaft zusammen zu wachsen.

Wie so ein Zeltlager funktioniert, darüber konnten sich die Eltern am traditionellen Besuchersonntag informieren. Und spätestens bei „Savannengras an Zebrastreifen“, dem auch für die Eltern zubereiteten Mittagessen (Reis und Putengeschnetzeltes mit Gemüse), tauchten auch die Gäste in die „Wildnis“ ein. Zuvor gab’s die Singerrunde mit dem jedes Jahr neu gestalteten Liederbuch, denn gemeinsam gesungen wurde und wird viel im Zeltlager.

Die Handlung des traditionellen Theaterstücks war nicht wirklich neu; die Wortspiele dagegen waren originell wie immer. „Alles tier zuliebe“ war der Titel und die Suche nach dem „schönsten Tier in der Wildnis“ war die Rahmenhandlung. Tobias Schmelcher und Julian Kirchgässner durchreisten zunächst einen heimischen Bauernhof und dann – immer rechtsrum – Afrika, wo sie „Pony und Clyde“ ebenso begegneten wie einer sehr attraktiven Kuh – einem „Laufsteak“. Als Schauspieler betätigten sich „Die acht Ranger und ihre Notnahrung“ (Betreuer Silas Ehler), „Die Safaripioniere“ (Marcel Weis), „Indiana Chrisi und seine Jäger des verlorenen Schatzes (Christoph Schmelcher), „Der Elefantentrampler und seine neun wilden Löwen“ (Tino Mackert), „Affenbande! Wer hat die Kokosnuss geklaut?“ (Marius Noe), „Der Klimawandel und seine zehn letzten Tiere“ (Linus Kieser), „Die Kobra und die zehn Klapperschlangen“ (Jakob Bopp), „Die Schlangenjäger“ (Lukas Röckel) sowie „Der King der Kongs“ (Raphael Weber).

Die Leitung des Lagers in Orsingen-Nenzingen und die Versorgung liegen bei Alexander und Jochen Walz, Lorenz Farrenkopf, Johannes Illek, Fabian Kieser, Tobias Schmelcher, Sebastian Kaufmann, Julian Kirchgässner, Johannes Röckel sowie Johannes Bundschuh und Marcel Niemann. Für hervorragendes Essen sorgten Alicia Hans, Antonia Schölch, Chiara Schneider, Clara Bopp, Evelyn Hilbert, Klara Schmelcher, Kristina Jaufmann, Lina Kieser und Suse Schmidt.

Funktionieren kann ein Zeltlager wie dieses nur, wenn viele Rädchen ineinander greifen: Ehrenamtlich tätige junge Leute, die Urlaub und Freizeit einbringen und ein großes Maß an Verantwortung übernehmen, Kinder samt Eltern, die im weitesten Sinn „offen“ sind sowie Unterstützer vor Ort und auch daheim. Dazu zählen Hofmann Transport GmbH Ravenstein und Maragarete Illek Transporte Rosenberg, die das umfangreiche Material kostenlos an den Bodensee transportiert haben und es auch wieder abholen. Zu hoffen bleibt, dass sich diese Menschen immer wieder finden, damit eine ganz besondere Institution wie das KJG-Zeltlager noch viele, viele Jahre bestehen bleibt. sis

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