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Leserbrief Zum Artikel "Betontransporter kippte auf die Seite" vom 15. August

Riskante Ausweichmanöver

Sie vergaßen zu berichten, dass die Straße zwischen Rippberg, Hornbach und Hainstadt seit einigen Jahren für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt ist. Wenn der Fahrer den Beton nicht im Wald abladen wollte, kann er auch kein "Anliegen" gehabt haben. Windräder werden ja noch nicht gebaut, Schwarzstörche und Milane kommen ebenfalls ohne Beton aus.

Die Begrenzung des zulässigen Gewichtes durch den Neckar-Odenwald-Kreis geschah nicht ohne Grund: Direkt hinter Hornbach und bis zum Grillplatz ist die Straße in Richtung Hainstadt so schmal, dass selbst zwei normale Pkw nur mit großer Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme bei einem Ausweichen über den Straßenrand hinaus in den geschotterten Bereich aneinander vorbeikommen. Der weitere Verlauf der schmalen Straße bis Rippberg ist, durch zahlreiche unübersichtliche Kurven, mindestens ebenso gefährlich.

Dadurch sind auf der ganzen Strecke Begegnungen mit "Anliegern" wie Langholztransportern oder landwirtschaftlichen Fahrzeugen, die bekanntermaßen die volle Breite dieser Straße einnehmen, bei den dort erlaubten Geschwindigkeiten immer wieder ein riskantes Geschehen.

Etwas seltener geworden sind die Begegnungen mit ausgewachsenen Lkw samt Anhängern und Fahrern von "weit, weit weg", die, geführt durch die "künstliche Intelligenz" ihrer Navigationsgeräte immer mal wieder auf diesem Teil der K 3968 unterwegs sind. Solche Begegnungen, von denen die Spuren neben dem asphaltierten Bereich reichlich Zeugnis ablegen, sorgen immer wieder für Schnappatmung, wenn man blitzschnell in den Graben gezwungen wird.

Das besondere Erlebnis, wenn mal wieder beim "Lammwirt" ein 40 Tonnen schwerer Lkw anhält, weil er unbedingt den kürzesten Weg über die Hornbacher Steige (24 Prozent) nach Hettigenbeuern nehmen will, ist seltener geworden. Ob sich der besondere Kick des Erlebnisses herumgesprochen hat?