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Benefizkonzert in Rinschheim Männergesangverein „Sängerbund 1860 Altheim“ glänzte, ergänzt durch hervorragende Beiträge auf der Orgel und an der Harfe

Reichlicher Applaus machte Begeisterung deutlich

Rinschheim.Wer am Sonntag der Einladung in die Filialkirche St. Hippolyt und Kassian gefolgt war, hatte fürwahr eine gute Entscheidung getroffen. Das kleine aber „etwas andere“ Benefizkonzert, wie es Ortsvorsteher Bernhard Bechtold bei der Begrüßung der Besucher bezeichnete, zugunsten der Kirchenrestaurierung gestaltete sich als begeisterndes Musikerlebnis für alle Liebhaber der Kir-chenmusik. Er betonte, dass dieses sakrale Konzert quasi als „Ausgleich“ zu sehen sei für zwei Tage Rockfestival auf dem „Lausenberg“. Er dankte den Festivalmusikern und dem „Help! Sommermärchen-Team“ für ihre Initiative zu diesem Konzertabend in der Kirche, das gleichzeitig für zwei junge Musikkünstler eine große Chance bot. Während des Konzertes wogten immer wieder Applauswellen durch die Kirche, wohl der beste Beweis für ein ansprechend zusammengestelltes und begeisternd dargebotenes Konzertprogramm des Männergesangvereins „Sängerbund 1860 Altheim“ ergänzt durch hervorragende Beiträge auf der Orgel und an der Harfe. Das Konzert war sehr gut besucht und besonders erfreulich ist zu vermelden, dass auch der erzielte Spendenerlös die Erwartungen erfüllen konnte.

Mit dem Orgelstück „Toccata und Fuge in F-Dur“ von D. Buxtehude sorgte Johannes Niemann (Adelsheim) für einen überzeugenden Einstieg in das Konzert. Der Männerchor aus Altheim unter der Leitung von Michael Wüst startete mit dem Lied „Weihnachtsglocken“ von Hermann Sonnet und ließ sodann das polnische Lied „Als die Welt verloren“ (Satz Heinrich Paulsen) folgen. Weiter ging es mit dem „Trommellied“ aus Tschechien (Satz Wolfgang Lüderitz). Mit dem alten katholischen Kirchenlied „Sancta Maria“ von Johannes Schweitzer (Satz Michael Wüst) setzte der Chor einen besinnlichen Schlusspunkt unter seinen ersten Auftritt. Die Pause überbrückte Karin Weimer mit einer nachdenklichen Weihnachtsgeschichte.

Überzeugend eröffnete die elfjährige Theresa Kraus (Seckach) den zweiten Programmteil, konnte bei ihrem Premierenauftritt an der Harfe mit dem „Vogelsberg-Walzer“ von Christoph Pampuch die Besucher völlig begeistern und auch sichtlich beeindrucken. Mit der beliebten deutschen Volksweise „Süßer die Glocken nie klingen“ nach einem Satz von Bernhard Weber setzte der Sängerbund dann das Programm fort. Es folgte sodann der russisch-orthodoxe Hymnus „Tebe pojem“ (Dir singen wir) von Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski (Satz Erhard Wüst). Nach „Glorious Kingdom“, einem traditionellen Gospel von den Westindischen Inseln, folgte das weltbekannte Weihnachtslied „White Christmas“ von Irving Berlin.

Im Anschluss an das feierlich-besinnliche Musikstück „Hymne an die Nacht“ von Ludwig van Beethoven und einer anschließenden weiteren Orgel-Einlage von Johannes Niemann folgte dann als krönender Abschluss „Oh du fröhliche“ von Chor und Publikum gemeinsam gesungen mit anschließenden Stehenden Ovationen der rundum begeisterten Konzertbesucher. Dirigent Wüst verband mit seinem Dank an das Publikum ein Kompliment an seine Sänger und lobte auch die sehr gute Akustik der Kirche. Abschließend bedankte sich Udo Link im Namen des Pfarrgemeinderates bei den Initiatoren und Organisatoren des gelungenen Konzertes sowie bei allen Mitwirkenden und lud Besucher und Mitwirkende zu einem unterhaltsamen Umtrunk in den Gemeindesaal ein. jm

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