Buchen

Evangelische Christusgemeinde Melanie Kraft und Maxi Michel absolvierten Freiwilliges Sozialen Jahres

Persönlichkeit entwickelt

Archivartikel

Buchen.Nach stressigen Monaten der Abiturprüfungen und jahrelangem Drücken der Schulbank freuen sich viele junge Erwachsene über eine Abwechslung nach der Schulzeit. Da kommt ein Jahr als Au-pair oder eine Reise à la Work-and-Travel, aber auch ein Freiweilliges soziales, ökologisches oder kulturelles Jahr (FSJ) gerade recht. Auch in der Buchener Umgebung bieten viele Einrichtungen den Heranwachsenden eine FSJ-Stelle an – so auch die evangelische Christuskirchengemeinde in Buchen.

Gleich zwei Personen können dort ein Jahr lang das Gemeindeleben aktiv mitgestalten. Während eine Stelle schwerpunktmäßig an den Kindergarten Regenbogen angebunden ist, ermöglicht die andere einen noch tieferen Einblick in das Wirken einer Gemeinde. Melanie Kraft arbeitete im vergangenen Jahr nach ihrem Fachabitur vor allem mit den Kindern zusammen: „Die Zusammenarbeit mit den Kleinen und auch den Arbeitskollegen hat mir großen Spaß gemacht.“ Freudestrahlend berichtet sie: „Auch dass ich ein ganzes Kindergartenjahr miterleben konnte, fand ich super.“

Maxi Michel, der ebenfalls das Jahr nach seinem Fachabitur nutzte, um sich sozial zu engagieren, erfreute sich vor allem an den Seminaren und den kirchlichen Hochfesten: „Die Seminare waren richtig cool. Sich mit anderen auszutauschen, war hilfreich. Am meisten hat mir die Gestaltung der Events Spaß gemacht.“

Auch wenn ein Großteil seiner Arbeit Tätigkeiten im Büro umfasst habe, habe er einen guten Einblick in das Gemeindeleben bekommen und vor allem Eindrücke gesammelt, welche Arbeiten ein Diakon, ein Gemeindepfarrer, die Sekretärin und die Ehrenamtlichen stemmen. „Anfangs war die Umstellung vom Schulalltag zum Arbeitsleben eine Herausforderung“, erklärt Melanie Kraft.

Auch die Zusammenarbeit und das Verhältnis mit den Kindern, aber auch mit den Gemeindemitgliedern musste bei beiden FSJ-lern erst wachsen: „Normalerweise fällt es mir nicht schwer, mit Leuten in Kontakt zu treten, doch es war immer wieder herausfordernd, mit so vielen fremden Leuten auf einmal umzugehen“, erzählt Maxi Michel.

Selbstbewusster geworden

Das Freiwillige Soziale Jahr habe beiden geholfen zu wachsen, sich selbst zu finden und ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln. So meint Melanie Kraft: „Ich bin definitiv selbstständiger und selbstbewusster geworden, weil mir viele Aufgaben anvertraut wurden, die ich alleine gemeistert habe. Außerdem habe ich durch dieses Jahr herausgefunden, was ich beruflich machen möchte.“ Sie fängt im September eine Ausbildung zur Erzieherin an.

Maxi Michel ergänzt: „Auch wenn mein Studiengang nichts direkt mit dem sozialen Bereich zu tun hat, war das Jahr definitiv nicht verschwendet. Als FSJ-ler trägt man etwas zum gesellschaftlichen und sozialen Leben bei. Anderen zu helfen und zu entlasten, ist eine tolle Erfahrung.“ In dem Jahr lerne man auf jeden Fall viel über sich selbst, aber wachse auch über sich hinaus, indem man vor neue Herausforderungen gestellt werde. Neben dem sozialen sowie gesellschaftlichen Aspekt biete das FSJ auch die Chance, sich beruflich zu orientieren oder sich selbst zu finden.

Viel Kontakt mit Menschen

Außerdem könne jeder eine solche Stelle annehmen. „Grundsätzlich ist ein Freiwilliges Soziales Jahr für jeden etwas. Aber es ist natürlich hilfreich, wenn man gerne mit Menschen zusammenarbeitet“, führt Melanie Kraft aus. „Wenn man vor hat, Theologie oder Religionspädagogik zu studieren, oder einfach das Gemeindeleben aus neuen Perspektiven erleben möchte, ist das FSJ bei der evangelischen Kirche eine tolle Möglichkeit, um die Arbeitsfelder rein zu schauen“, fügt Maxi Michel hinzu. So habe er nicht nur viel Zeit im Pfarramt und mit der Diakonin verbracht, sondern auch mit Kindern während des Weihnachts-Musicals, mit Jugendlichen im Zuge der Konfirmandenzeit sowie mit Senioren in den Altersheimen gearbeitet. Melanie Kraft habe vor allem die Kindergartenarbeit intensiv kennengelernt. Zu ihren persönlichen Highlights zählt sie das Laternenfest und die Fastnachtszeit.

Wer selbst solche besonderen Momente erleben will, vielleicht noch nicht weiß, wohin der Berufsweg gehen soll oder sich einfach sozial engagieren will, kann sich bei der evangelischen Christuskirchengemeinde in Buchen, E-Mail: pfarramt@ev-kirche-buchen.de, bewerben. Weitere Informationen rund um das Thema FSJ gibt es unter www.fsj-baden-wuerttemberg.de im Internet.

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