Buchen

Aktionstag beim Wartberg am 31. Oktober „Streuobst und Magerwiesen in Buchen und Teilorten“

Neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere schaffen

Buchen.Derzeit hört man am Wartberg in Buchen Motorsäge, Schlepper und Mähraupe bei der Arbeit. Die Aktivitäten sind Teil einer umfangreichen Landschaftspflegemaßnahme, um eine circa 1,3 Hektar große Streuobstwiese wieder aus dem „Dornröschenschlaf“ zu wecken.

Mehr Rückzugsgebiete

Ziel ist die Wiederherstellung der Funktion des Baumbestands einschließlich magerem Grünland im Unterwuchs für zahlreiche seltene Pflanzen und Tiere. Die stark im Rückgang begriffenen, heimischen Arten und Lebensgemeinschaften sollen so die Möglichkeit bekommen, aus ihren letzten Rückzugsgebieten heraus, neu entwickelte Lebensräume zu besiedeln. Dabei ist sichergestellt, dass auch genügend Hecken und Gehölze als Lebensgrundlage für Vögel und Insekten, als Deckung für das Wild so-wie als Strukturelemente in der Kulturlandschaft erhalten bleiben.

Die Aktion ist nur der Auftakt für weitere Überlegungen. Als Modell für die künftige Umsetzung des landesweiten Biotopverbunds im Landkreis und zur Stärkung des örtlichen Biotopverbundes mittlerer Standorte hat der Landschaftserhaltungsverband in Zusammenarbeit mit den Unteren Naturschutz- und Landwirtschaftsbehörden sowie mit der Stadt Buchen das Projekt „Streuobst und Magerwiesen in Buchen und Teilorten“ gestartet.

Nach dem aktuellen Pflegeeinsatz am Wartberg soll in einem zweiten Schritt im Rahmen eines ehrenamtlichen Landschaftspflegetags am 31. Oktober das Abräumen des restlichen Schnittguts folgen. Hierfür konnte bereits eine Gruppe politisch interessierter Jugendlicher und junger Erwachsener aus Buchen und Umgebung gewonnen werden. Die jungen Leute, bestehend unter anderem aus Vertretern der Jusos-Buchen-Walldürn und des Stadtverbands Buchen der Jungen Union, wollen sich mit ihrer Beteiligung für überparteiliches Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen. Auch die Bevölkerung ist eingeladen, das Vorhaben tatkräftig zu unterstützen. Mitzubringen sind festes Schuhwerk, dornensichere Oberbekleidung, Arbeitshandschuhe sowie falls vorhanden Handrechen, Heugabeln, Handsägen, Ast- und Baumscheren. Während der Einweisung ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Aufgrund der Hygienevorsorge ist eine Voranmeldung der Helfer notwendig. Interessenten sollen sich bis zum 23. Oktober beim Landschaftserhaltungsverband melden unter Telefon 06281/52121738 oder per E-Mail an matthias.jurgovsky@neckar-odenwald-kreis.de, an.

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