Buchen

Trotz Corona Am 11.11. startet traditionell die Fastnacht / Buchener FG hat sich etwas einfallen lassen

Narrhalla eröffnet die Kampagne

Archivartikel

Eines kann auch die Corona-Krise nicht verhindern: Der 11.11. kommt, auch wenn das Zeremoniell der Buchener Elferräte in der Innenstadt und im Museumshof ausfallen muss.

Buchen. Und mit diesem Tag startet auch in diesem Jahr die Fastnachtskampagne, wie auch immer sie ablaufen wird. Leidtragende ist unter anderem die Gans. In Hettigenbeuern bei Anton Hirsch aufgewachsen, musste sie ihren Auftritt in der benachbarten Metropole absagen. Bei einem Fototermin empfing sie – wie Landrat Dr. Achim Brötel sich gern auszudrücken pflegt – die „versammelte Weltpresse“. Dabei wirkte sie etwas geknickt. Uwe Ristl, stellvertretender Narrhalla-Vorsitzender, gelang es nicht, sie aufzuheitern. Jene Gans, die Schwing im Rahmen der Kampagneneröffnung im Museumshof dem Schultes zu überreichen pflegt, kehrte anschließend in ihren Stall nach Hettigenbeuern zurück.

Pachtzins wird überwiesen

Doch wie sieht es mit dem Pachtzins für das Zunfthaus aus, den die Elferräte jedes Jahr in bar an die Stadt entrichten? Elf Cent werden fällig. Im Zuge der allgemeinen Digitalisierung wird Schatzmeister Michael Schler diesen Betrag pünktlich an die Stadtkasse überweisen – ganz ohne Rechnung und Buchungszeichen. Ob das zu Problemen mit der Buchhaltung bei Stadtkämmerer Benjamin Laber führen wird, kümmert Schwing nicht. Ordnung muss sein, auch bei der Fastnacht.

Was die Planung der weiteren Kampagne angeht, bleibt Schwing gelassen. Zwar geht er nicht davon aus, dass die Narren Fastnacht in gewohnter Weise feiern können. „Doch wir warten ab bis Anfang Januar“, sagt er. Derweil gestaltet Uli Steigleder den Fastnachtsorden auf eine so einfache Weise, dass dieser bei Bedarf kurzfristig geprägt werden kann.

Übrigens: Auf den Zug der Elferräte im Nachthemd vom Zunfthaus zum Museumshof sowie dem Leisten des Narreneids muss man auch in diesem Jahr nicht gänzlich verzichten.

In Geschäften in der Buchener Innenstadt will Herbert Schwing Bildschirme aufstellen lassen, auf denen das Zeremoniell vom vergangenen Jahr in Endlosschleife zu sehen sein wird.

Passend dazu herrscht in der Fußgängerzone derzeit Maskenzwang. Die traditionelle Grünkernsuppe und den Rotwein kann man sich anschließend für den Verzehr zu Hause im Hotel „Prinz Carl“ abholen.

Ob man dort Suppe und Wein kostenlos erhält wie in den Jahren zuvor von der Narrhalla, kann man bei Wirt Jens Jaegle oder seiner Frau Karin nachfragen.

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