Buchen

Start der Reihe „Buchen in concert“ Lehrer der Joseph-Martin-Kraus-Musikschule überzeugten in der Stadthalle mit einem abwechslungsreichen Konzert

Mitreißende „Klangfarben“ zum Auftakt

Archivartikel

Ein absolutes Verwöhnprogramm für Ohren und Seele bot das Dozentenkonzert „Klangbogen III“, welches den Auftakt zu der neuen „Buchen in concert“-Reihe bildete.

Buchen. Mit einem vielfältigen, farbenreichen und zweistündigen klassischen Programm zeigten sich am Samstag insgesamt 13 aktuelle und ehemalige Lehrbeauftragte der Joseph-Martin-Kraus-Musikschule. Dabei ließen sie die Musik für sich sprechen und verzichteten bei „Klangbogen III“ als Auftakt für die neue „Buchen in concert“-Reihe auf jegliche Form der Anmoderation, der Gruß- oder Abschlussworte.

Nicht nur hohe Töne

Querflötist Martin Schmidt und Christine Eberherr an der Harfe eröffneten das Konzert mit einer „Nocturne concertant“ von Robert Nicolas-Charles Bochsa. Dabei stellte Martin Schmidt unter Beweis, dass nicht nur die hohen Töne auf einer Querflöte schön klingen, sondern dieser auch ein klangvoller, tiefer Sound zu entlocken ist. Nicht nur in den Solo-Passagen, sondern auch während des gesamten Stücks waren die Fingerfertigkeiten der Harfenistin zu bewundern. Es folgte das von Gaetabo Donizitti komponierte „Andante sostenuto“ in f-Moll, bei welchem sich der warme, kernige und volle Klang der Oboe, gekonnt gespielt von Maria Gimeno Regal, mit den zarten und melodischen Harmonien der Harfe vermischte.

Ein ebenso schöner Klangteppich wurde von dem anschließenden Duo, bestehend aus Jutta Pfeil mit der Violine und Maria Westermann am Klavier, erzeugt. Mit teils beachtlichem Tempo tanzten deren Finger über die Tasten und Saiten. Anschließend übertönte die Sopranistin Bettina von Hindte mühelos das Instrumenten-Trio und erfüllte mit ihrem klaren und wohltönenden Gesang die Stadthalle. Während Maria Westermann am Klavier für eine stimmungsvolle Begleitung der drei Gesangsstücke aus „Jungbrunnen“ von Robert Kahn sorgte, unterstrichen Veronika Fenzl mit ihrer Violine und Reinhild Dorloff mit dem Violoncello die Melodie und die Texte der Lieder.

„Hommage a Bellini“

Mit dem Englischhorn bewies Maria Gimeno Regal zusammen mit Christine Eberherr an der Harfe ihr Können. Die „Hommage a Bellini“ bot große Abwechslung von sanften und leisen Tönen bis hin zu flotten und frechen Läufen. Mit einem rasanten und sonoren Abschluss des Stücks war den beiden Lehrkräften der begeisterte Applaus sicher. Ehe sich die Dozenten in eine kurze Pause verabschiedeten, entführte Angela Leupold die Anwesenden in die Oper „Carmen“, indem sie leidenschaftlich im schönsten Französisch die Arie der Micaela sang. Begleitet wurde sie von der Pianistin Maria Westermann.

Mit einem Duo von Oboe und Harfe wurde der gelungene Abend fortgesetzt. Das Stück „Oblivion“ von Astor Piazzolla ließ die Zuhörer Raum und Zeit vergessen. Mit Liebe zum Detail und der Dynamik hielten die beiden Dozenten bis zum letzten Ton den Spannungsbogen. Im Kontrast dazu folgte ein fröhliches Lied, in welchem man beinahe die Vögel durch das Klavier, gespielt von Maria Westermann, und den Gesang von Angela Leupold zwitschern hörte. Mit leuchtenden Augen und klangvoller Stimme trug die Sopranistin die Szene und Battatella der Nedda aus „Pagliacci“ von Ruggero Leoncavallo vor.

Das mitreißende Quartett für Oboe, Violine, Violoncello und Klavier von Bohuslav Martin spielte mit Echos und fließenden Übergaben der Melodieinstrumente. Wer auch immer das führende Motiv spielte, konnte mit spannungsvollen Bögen überzeugen, weshalb die Parts ineinander übergingen. Mit drei Liedern verzauberte Bettina von Hindte erneut zusammen mit Christian Roos am Klavier das Publikum. Dafür bedienten sie sich bekannter Komponisten wie Mozart, Schubert und Strauss. Mit dem Klavierquintett in Es-Dur von Robert Schumann boten Holger Ams, Jutta Pfeil (beide Violine), Eva Reiners-Ams (Viola), Philpp Hagemann (Violoncello) und Christian Roos (Klavier) passend zum Satznamen „Allegro brilliante“ einen brillanten Abschluss. afi

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