Buchen

FG „Hettemer Fregger“ 66. Geburtstag wird mit einem großen Jubiläums- und Festabend am 23. November im Lindensaal gefeiert

Mit grandioser Prunksitzung fiel der Startschuss für die erste Kampagne

Archivartikel

Hettingen.Die FG „Hettemer Fregger“ feiert am Samstag, 23 November, um 18 Uhr im Lindensaal den 66. Geburtstag mit einem großen Jubiläums- und Festabend. Unter dem Motto „Hau ruck, hau zuck, hau jetzt geht’s los, hau ruck zuck“, wird nicht nur Rück-und Ausblick gehalten und sich an viele schöne gesellige Stunden erinnert – auch die leiblichen Genüsse werden nicht zu kurz kommen.

Schon immer wurde in Hettingen Faschenacht gefeiert, jedoch nicht in dem Stil, wie es sich die Gründerväter der FG, alle „Faschenachtsmousche“ vorstellten. Ein Blick in die Vereinsgeschichte zeigt das überaus rege Vereinsleben der FG auf. So trafen sich nach mehreren Vorbesprechungen, Emil Mackert, Walter Gremminger, Ottmar Mackert, Rudi Mackert, Josef Scheuermann, Erhard Schäfer, Herman Müller Ignaz S. Alois Kreuzer, Gottfried Scheuermann und Stefan Wagner am Samstag 21. November 1953 „bam Baier“ im Gasthaus „Linde“ und hoben die Faschenachtsgesellschaft „Hettemer Fregger“ aus der Taufe. Mit gleich 37 beigetretenen Mitgliedern startete man in die erste Saison 1954 geführt von einem Dreiergremium mit Emil Mackert als Vorsitzendem, Stefan Wagner als zweitem und Josef Scheuermann als drittem Vorsitzenden an der Spitze. Mit einer grandiosen Prunksitzung im neuerbauten Lindensaal fiel der Startschuss für die erste Kampagne.

Nationalschlager der FG

Werbegraphiker Alois Blatz schuf das Vereinsemblem wie auch den Text des Nationalschlager der FG den der „Baumannsch Willi“ Willi Kirchgeßner zum Freggermarsch vertonte. Vereinsemblem wie auch der Liedtext erinnern an das einst so dominierende Hettinger Maurerhandwerk. Dem neugegründeten Narrenring „Main -Neckar“ wurde beigetreten. Mit dem „Fregger“ der Faschenachtszeitung der FG erschien 1965 zum ersten Mal eine gern gelesene Lektüre, die seit dem das Ortsgeschehen und seine Bewohner trefflich glossiert.

Mit einem zünftigen Fest feierte man die Weihe der Vereinsstandarte 1971 auf deren Vorderseite das Vereinsemblem HF zu sehen ist, während auf der Rückseite „Äschesäck“ abgebildet sind und so die Traditionsfigur der Heddemer Faschenacht symbolisieren. Ein Besuch im Landtag von Baden-Württemberg mit einem Staatsempfang von Landtagspräsident Erich Ganzenmüller, der zum Ehren-Äschesack ernannt wurde, war ein Höhepunkt 1978, ebenso das große Zeltfest über Pfingsten das die FG zum 25-jährigen Bestehen feierte. Mit dem Erwerb der Sannsescheuer im Jahr 1983, die kontinuierlich als Requisitenkammer ausgebaut wurde, ging für die FG ein langgehegter Wunsch in Erfüllung.

Überörtlich nahm man an den Umzügen in Mannheim und Schwetzingen teil, während die Juniorengarde 1989 an der Deutschen Meisterschaft im Gardetanz in Kaiserslautern mit Erfolg teilnahm. Mit der „Narrhalla“ Buchen und den „Heeschder Berkediebe“ richteten die Fregger 1993 wie auch 2000 in Buchen das Fränkische Narrentreffen aus. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens 2004 wurde ein Bauländer Narrentreffen mit über 70 teilnehmenden Gruppen gefeiert, sowie das Treffen von ehemaligen 300 Gardistinen bei dem 180 anwesend waren. Ein Aushängeschild der Heddemer Faschenacht sind neben den „Äschesäck“ die Garden und das Bänkelsängerduo Gerhard Raab und Willi Müller, die über Jahrzehnte auf allen Bühnen des Narrenrings und vieler befreundeten Vereine Garant für Frohsinn und Heiterkeit waren. Alois Müller, als „Baach-Alis“ ein brillanter Büttenredner darf nicht unerwähnt bleiben.

Der Narrenring Main-Neckar verlieh anlässlich seines 66-jährigen Bestehen im Jahre 2017 an Gerhard Raab in Würdigung seiner überaus großen Verdienste um die fränkische Faschenacht als erstem Narren den Ehrenpreis „Till“. Dass die FG Hettemer Fregger trotz Erreichung des Rentenalters jung und spritzig geblieben ist. ist mit ein Verdienst der Vorsitzenden Emil Mackert 1953 bis 55, Josef Scheuermann 1956 bis 57, Ottmar Mackert (Maurer) 1958 bis 1966, Heinz Embach 1967 bis 68, Herbert Schäfer 1969 bis 71, Rudi Knühl 1972 bis 92, Gerhard Raab, 1993 bis 94, Klaus Matt 1995 bis 2013, Kirsten Erfurt (ab 2013). die dem Verein vorstanden.

Auch mit den Präsidenten hatte die FG das große Los gezogen, wobei allein die 34 Jahre Präsidentschaft von Gerhard Raab besonders zu erwähnen sind. Emil Mackert,1953 bis 54, Alfred Kern 1955 bis 57, Gerhard Raab von 1958 bis 92, Fritz Kreuzer 1993 bis 2005, Andreas Mackert, Andreas Gramlich und Arno Kirchgeßner 2006 bis 201 4 als Präsidenten Dreigestirn, und dann von 2015 bis 17 Andreas Mackert und Andreas Gramlich als Präsidenten Duo und schließlich Robin Schmelcher ab 2018 bis heute. KM

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