Buchen

Sportfest 70 Jahre VfL Eberstadt Vom 12. bis 14. Juli wird gefeiert / 45. Buchener Stadtmeisterschaft ist in das Programm eingebunden

Mit dem „Verein für Leibesübungen“ ging es los

Eberstadt.Der VfL 1949 Eberstadt feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird am Freitag, 12. Juli, bis Sonntag, 14. Juli, ein groß angelegtes Sportfest ausgerichtet. Eingebunden in dieses Sportfestprogramm ist auch die von Altbürgermeister Josef Frank ins Leben gerufene Buchener Stadtmeisterschaft, die an diesem Wochenende zum 45. Mal durchgeführt wird.

70 Jahre VfL 1949 Eberstadt sind getragen von der Begeisterungsfähigkeit der Jugend und dem Engagement der jeweiligen Verantwortlichen, die den Verein zu dem werden ließen, was er heute ist, nämlich ein Sportverein mit einer beachtlichen Breitenarbeit, der die Tradition pflegt und sich mit der Zukunft befasst. Das 70-jährige Bestehen ist daher ein guter Grund, einen Blick in die Vereinschronik des VfL zu werfen. In Eberstadt hatte vor dem Zweiten Weltkrieg noch nie ein Sportverein bestanden. Nach Kriegsende gründeten ein paar sportbegeisterte junge Männer unter der Leitung des früheren Ehrenvorsitzenden Willi Brandt sen. im Jahre 1949 den Verein für Leibesübungen. Als Vorsitzender stellte sich seinerzeit Richard Krämer, der damalige „Adler“-Wirt zur Verfügung. Der Verein stellte sich die körperliche Ertüchtigung zur Aufgabe. „Verein für Leibesübungen“, der Taufname war vorhanden.

Fußball im Vordergrund

Doch in den Vordergrund der Vereinsarbeit rückte zunächst der Fußballsport. Die damalige Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Johann Häfner zeigte sich der Jugend sehr aufgeschlossen und stellte dem Verein den Sportplatz im Gewann „Platte“ zur Verfügung. Da dieser Sportplatz den heutigen Anforderungen bei weitem nicht mehr entspricht, wurde dem VfL im Jahre 1989 ein lang ersehnter Wunsch erfüllt und im Bereich der im Jahre 1976 erstellten Sporthalle ein neues Spielfeld in der Normgröße von 105 mal 70 Meter errichtet. Im Jahre 2002 baute man dann im Anschluss an die Sporthalle in Eigenregie ein schmuckes Sportheim. Im Bereich der Sporthalle, des Sportheimes sowie des Sportplatzes ist nunmehr ein Dorfmittelpunkt entstanden, der sich weit und breit sehen lassen kann und der insbesondere von der Einwohnerschaft ausgezeichnet angenommen wird. Eine Abrundung erfuhr das Areal schließlich mit dem Bau des Trainingsplatzes im Jahre 2017. Während bei der Gründung des Vereins im Jahre 1949 zunächst 51 Mitglieder dem Verein beigetreten sind, haben sich heute bei 500 Einwohnern von Eberstadt über die Hälfte dem VfL angeschlossen.

In den vergangenen 70 Jahren wurde der VfL Eberstadt von insgesamt sieben Vorsitzenden geführt. Richard Krämer, der dieses Amt bei der Gründung des Vereins im Jahre 1949 übernahm, musste 1957 aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten. Die Führung übernahm ab diesem Zeitpunkt Erich Ahlfänger, der als Vorsitzender bis zum Jahre 1962 fungierte. Im Jahre 1962 wählten dann die Mitglieder den Mitbegründer des Vereins, Willi Brandt sen., zum Vorsitzenden, der dieses Amt bis zum Jahre 1975 inne hatte. Von 1975 bis 1982 leitete dann Kurt Pfeiffer die Geschicke des Vereins, bis die Führung von Gerhard Oesterlein übernommen wurde. Von 1991 bis 1999 wurde der VfL von Joachim Berner mit viel Tatkraft und Geschick geführt. Leider musste dieser aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz an Willi Brandt jun. übergeben, der dieses Amt mit viel Umsicht und Engagement bis zur Generalversammlung am 30. März insgesamt 20 Jahre ausübte.

Die Geschicke des VfL werden zwischenzeitlich durch einen insgesamt verjüngten Vorstand mit großem Engagement erfolgreich geleitet, was dem scheidenden Vorsitzenden Willi Brandt ein großes Anliegen war.

Neben der Fußballabteilung, die im vergangenen Jahr aufgrund großer personeller Probleme bekanntlich eine sehr erfolgreiche Kooperation mit dem Nachbarverein TSV Fortuna Götzingen abgeschlossen hat, ist heute auch eine Damengymnastikabteilung und eine Freizeitsportabteilung vorhanden. Finanziell trägt sich der Verein durch die Abhaltung von Sportfesten, kulturellen Veranstaltungen in der Sporthalle, Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse durch die Stadt Buchen und den Badischen Sportbund, Eintrittsgelder, sowie Spenden und nicht zuletzt durch den Betrieb des Sportheimes, der in Eigenregie ausgeübt wird. br