Buchen

In Hettingen geboren Der Geistliche ist seit vielen Jahren im Karmelitenkloster in Würzburg aktiv / Bereits der 13. Primiziant im 20. Jahrhundert aus dem Buchener Ortsteil

Michael Jakel feiert silbernes Priesterjubiläum

Hettingen/Würzburg.In aller Stille, unter anderem der Corona-Pandemie geschuldet, begeht an diesem Mittwoch der Hettinger Pater Michael Jakel im Karmelitenkloster in Würzburg sein silbernes Priesterjubiläum.

Bewegte Laufbahn

Der Jubilar, am 22 September 1965 in Hettingen als jüngster Sohn der Eheleute Siegfried und Irmgard Jakel geboren, wuchs mit seinen drei älteren Brüdern Hubert, Rudi und Günther in einer sehr christlich geprägten Familie auf. Nach dem Besuch des Kindergartens und der Grundschule in Hettingen wechselte er 1975 an das Burghard-Gymnasium in Buchen, in dem er 1985 das Abitur erreichte. Sein Theologiestudium führte ihn nach Tübingen, wo er im Priesterseminar „Wilhelmsstift der Diözese Rottenburg-Stuttgart bis 1987 war und dann ein Jahr in Friburg in der Schweiz zum Studium absolvierte.

Im September 1989 trat er in den Orden der unbeschuhten Karmeliten in Neumarkt/Oberpfalz ein und studierte bis 1993 in Würzburg Theologie. Danach folgte ein einjähriges ordensinternes Spezialstudium über Theresa von Avila und Johannes vom Kreuz im spanischen Avila. Zurückgekehrt nach Würzburg, fand die Ewige Profess in der Karmelitenkirche im April 1994 statt, und im Juli des gleichen Jahres erfolgte die Diakonenweihe im Kiliansdom durch den Würzburger Diözesanbischof Professor Dr. Paul Werner Scheele.

Primiz in der Heimat gefeiert

Ein Jahr wirkte Michael Jakel dann in der ordenseigenen Pfarrei St. Theresia in München als Diakon und empfing dann am 20. Mai 1995 in der Karmelitenkirche in Würzburg durch den dortigen Weihbischof Helmut Bauer die Priesterweihe. Groß war die Freude in Hettingen, als er am 28. Mai in der Heimatgemeinde seine Primiz feierte. Abgeordnet für zwei Jahre als Vikar nach St. Theresia in München, war er ab Oktober 1997 für fünf Jahre im Kloster Neumarkt/Oberpfalz und dort Stadtpfarrer sowie Wallfahrtsleiter der dortigen Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ in Schwandorf. Pater Michael Jakel, der nach Würzburg zurückgekehrte, ist hauptsächlich in der Krankenseelsorge im Juliusspital tätig, und hält Exerzitien für Ordensschwestern über verschiedene Heilige des Karmel ab. Unter anderem ist er auch Mitglied der Provinzleitung der Deutschen Karmeliten sowie geistiger Beirat der Würzburger und Mainzer Laiengemeinschaft des Karmel, und fungiert als stellvertretender Vorsitzender des Theresienwerks Augsburg, um dadurch die Spiritualität der kleinen Therese von Liseux den Menschen zu vermitteln.

Viel Rückhalt erfahren

An seinem Ehrentag feiert Pater Michael Jakel im Kreise seines Konvents einen Dankgottesdienst. Darin dankt er unter anderem seinen vielen Wegbegleitern, seiner Familie und auch den „Heddemer“ Landsleuten, welche ihm viel Rückhalt gegeben haben. So gehen an diesem Ehrentag Glück- und Segenswünsche zu Pater Michael Jakel nach Würzburg, der ein treuer und heimatverbundener Sohn Hettingens ist. Pater Michael Jakel ist übrigens der 13. Primiziant, der im 20. Jahrhundert aus der Hettinger Pfarrgemeinde St. Peter und Paul hervorgegangen ist. KM

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