Buchen

Sitzung des Buchener Gemeinderates Leiter des „TüFF“ plant neue Angebote / Bisherige Anmeldezahlen der Eingangsklassen vorgestellt

Mehr offene Jugendarbeit leisten

Archivartikel

Die Neuausrichtung des Jugendzentrums „TüFF“ und die Verlängerung des Kooperationsvertrages mit der Caritas waren Themen der Gemeinderatssitzung am Montagabend.

Buchen. An sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche richtet sich das Jugendzentrum „TüFF“ in der Bödigheimer Straße.

Etwa 23 Kinder und Jugendliche kommen regelmäßig, um dort einen strukturierten und betreuten Nachmittag zu erleben. Seit Dezember 2019 leitet der Schulsozialarbeiter Dustin Hartmann als Teilzeitkraft das Jugendzentrum – und hat neue Pläne. Diese Neuausrichtung stellte er am Montagabend dem Buchener Gemeinderat vor, der sich auch für eine Fortsetzung des Caritas-Kooperationsvertrages bis ins Jahr 2023 aussprach.

Schulen zufrieden mit der Arbeit

Gegründet wurde das Zentrum vor 20 Jahren, 2004 erfolgte der Umzug in das von der Stadt umgebaute und renovierte Gebäude. Mit dem Projekt „Schlüsselkind“ wird von Montag bis Donnerstag von 12 bis 17 Uhr eine Betreuung angeboten. Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, Freizeitangebote und Elternarbeit standen im Fokus. Vor allem die Meister-Eckehart- und die Jakob-Mayer-Grundschule befürworten das Programm. Parallel dazu findet auch eine offene Jugendarbeit statt, deren Besuch in den vergangenen Jahren jedoch zurückgegangen ist.

Hartmann möchte vor dem Hintergrund, dass die Schulen in der Ganztagsbetreuung grundsätzlich „aufgeholt haben“, die „TüFF“-Arbeit mehr in Richtung offene Jugendarbeit lenken. Dazu will er auch seine Kontakte zu anderen Schulsozialarbeitern nutzen, und führte eine Befragung unter 437 Schülern und Lehrern durch. So soll die Betreuung bei den „Schlüsselkindern“ freitags nur noch bis 15 Uhr gehen. Ein Wunsch, auch vonseiten der Eltern, sei der nach mehr Angeboten in den Oster- und Pfingstferien.

„Durch Projekt Chance erhalten“

„Nach meiner Erfahrung lernen die Kinder immer sehr viel, wie beispielsweise das kontinuierliche Erledigen der Hausaufgaben, oder dass sich Anstrengung lohnt. Ich kenne inzwischen einige Kinder, die ohne das Projekt mit Sicherheit einen unerfreulicheren Weg eingeschlagen hätten, da sie sehr frustriert waren. Durch das Projekt wurde ihnen eine Chance gegeben, die sie genutzt haben“, gab Hartmann einige der Aussagen von Lehrern wieder. Das Projekt sei von großer Notwendigkeit, meinten die Pädagogen. Wie der Schulsozialarbeiter dem Gremium erklärte, gaben auch einige Kinder und Jugendliche an, dass sie in Vereinen eingebunden seien und deshalb keine Zeit für das „TüFF“ hätten.

Eine Couch, Getränke, Snacks, Sportmöglichkeiten, Wlan und eine Konsole sollen auf Wunsch künftig zur Verfügung stehen. Kickboxen und Tanzen, Klettern sowie eine Hausaufgaben- und Bewerbungshilfe sind als neue Angebote geplant. Hartmann: „Wir wollen auch den Jugendraum neu gestalten und Gartenmöbel selbst bauen. Auch wenn uns die Corona-Krise die Pläne auf Eis gelegt hat: Wir haben Pläne!“

Der Kooperationsvertrag mit der Caritas, der in diesem Sommer ausgelaufen wäre, kostet schätzungsweise rund 85 000 Euro pro Jahr und wurde bis zum 31. Juli 2023 verlängert. Abzüglich der Zuschüsse vom Landkreis kommen auf die Stadt Buchen jährlich rund 31 000 Euro an Kosten zu.

Zahlen für das nächste Schuljahr

Bürgermeister Roland Burger stellte im Rahmen der Sitzung noch den derzeitigen Stand der Schulanmeldezahlen bei den Eingangsklassen vor. Als Schulanfänger in der ersten Klasse wurden in der Jakob-Mayer-Grundschule 44 Schüler, in der Wimpina-Grundschule 33 (56 Anmeldungen Ganztagsgrundschule Klassen 1 bis 4), in der Grundschule Bödigheim 9 bis 10, in der Nachbarschaftsgrundschule Götzingen 12, in der Grundschule Hainstadt 30 und der Baulandschule Hettingen 31 angemeldet.

Für die fünften Klassen wurden in der Baulandschule Hettingen 17 Schüler (Sechs Auswärtige), in der Karl-Trunzer-Gemeinschaftsschule 38 (19 Auswärtige), in der Abt-Bessel-Realschule 106 (37 Auswärtige) und im Burghardt-Gymnasium 106 (57 Auswärtige) bisher angemeldet.

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