Buchen

Stadtrundfahrt des Gemeinderates In der Kernstadt erhielten die Gremiumsmitglieder zahlreiche Informationen zu laufenden und geplanten Projekten

Mehr Dauerparkplätze in der Eisenbahnstraße

Zahlreiche Informationen hatten Bürgermeister Roland Burger und sein Team bei der Stadtrundfahrt des Gemeinderates für die Gremiumsmitglieder im Gepäck.

Buchen. Mehr Parkplätze in der Eisenbahnstraße stehen für Dauerparker bereit. „Wir haben die Markierung jetzt bis hinten durchgezogen und bieten derzeit 120 Parkplätze“, so Bürgermeister Roland Burger am Samstag bei der Stadtrundfahrt des Gemeinderates. Grund für die Maßnahme seien die Engpässe auf dem Musterplatz, wo der Parkdruck durch Ärztehaus und dm-Drogeriemarkt recht hoch sei. Man habe festgestellt, dass der ein oder andere seine Parkscheibe weiterdrehe und so länger parke als dies zulässig sei. „Wir wollen aber eine Entlastungsmöglichkeit bieten, und die Eisenbahnstraße ist nah an der Stadt“, erklärte Burger. Die Halle am Ende der Straße sei im Besitz der Stadt und soll im nächsten Jahr fallen und Raum für weitere 15 Parkplätze bieten. Die Parkdauer am Musterplatz soll in Kürze von derzeit drei Stunden auf zwei Stunden reduziert werden.

Seit Jahren wird das Belz’sche Haus von der Stadt saniert. Hubert Kieser, der Technische Dezernent, demonstrierte den Mitgliedern des Gemeinderates vier unterschiedliche Verputzmuster. Favorisiert wird eines, dass die Fugen der Steine nicht allzu deutlich hervortreten lässt.

Neue Ladestellplätze

Auf dem Parkplatz in der Eberstadter Straße stellten Bürgermeister Roland Burger und Andreas Stein, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Buchen, die geplante Errichtung von vier Ladestellplätzen für Elektrofahrzeuge vor. Die EnBW baut demnach eine Schnellladestation für zwei Fahrzeuge über das Förderprogramm Safe (flächendeckendes Sicherheitsladenetz für Elektrofahrzeuge in Baden-Württemberg), deren Inbetriebnahme für September geplant ist. Die MVV errichtet in Kooperation mit den Stadtwerken eine Normalladestation für zwei Fahrzeuge über das Förderprogramm „3. Aufruf zum Bundesförderprogramm Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“. Der Förderbescheid stehe aber noch aus, die Säule solle zeitnah nach Erhalt des Bescheides errichtet werden. Die Stadtwerke errichten als Netzbetreiber für beide Ladestationen den Anschluss. Der Standort in der Eberstadter Straße sei zentrumsnah. Außerdem sei die vorhandene Ladestation der Stadtwerke in der Eisenbahnstraße technisch nicht für eine Schnellladestation geeignet. Netztechnisch vorbereitete Standorte am Musterplatz und an der Wilhelmstraße sind wegen des Schützenmarktes nicht ganzjährig zugänglich. Die Förderprogramme schreiben aber einen Zugang ganzjährig 24 Stunden pro Tag und sieben Tage pro Woche vor.

Besichtigt wurde auch die Sport- und Spielhalle am Dr.-Fritz-Schmitt-Ring, in der seit dem Wassereintritt in der Nacht auf den 27. Juli Trocknungsgeräte aufgestellt sind. Laut Roland Burger müsse der Boden auf jeden Fall neu beschichtet, vielleicht sogar komplett getauscht werden. Bisher habe die Trocknung nicht die gewünschten Ziele gebracht, weshalb die Halle zunächst – mindestens handelt es sich um vier Wochen – nicht genutzt werden könne. Wie der Ausfall kompensiert werden kann, soll mit allen Betroffenen und den Nutzern anderer Hallen an einem „runden Tisch“ besprochen werden.

Interimsnutzung?

Nach der Trocknung kann sich Burger eine Interimsnutzung vorstellen, bis dann die eigentliche Sanierung – bestenfalls in der Ferienzeit – beginnt. Die bestehenden Außentüren befinden sich in keinem guten Zustand, weshalb bei zukünftigen Starkregenereignissen erneuter Wassereintritt befürchtet wird. Deshalb sollten sie dringend erneuert werden. Auch in Sachen Brandschutz sowie Modernisierung der Sanitärräume und Lüftungsanlagen muss noch in die Halle investiert werden.

Marktstraße ist im Frühjahr dran

Fertiggestellt ist zwischenzeitlich die Wilhelmstraße. Die Maßnahme sei zwar noch nicht schlussgerechnet, liege aber im Kostenrahmen. Mit der Marktstraße soll es gemeinsam mit den Stadtwerken Buchen im zeitigen Frühjahr weiter gehen. Bei Aufnahme des Projekts im September würden die dortigen Wasserleitungsarbeiten in die Frostperiode fallen und eine Notversorgung erzwingen.

Im ehemaligen Geschenkladen am Turm könnte eine öffentliche Toilette eingerichtet werden. Die wäre zwar behindertengerecht, aber mit Kosten von rund 350 000 Euro recht teuer. „Darüber muss im Gemeinderat gesprochen werden“, meinte der Bürgermeister. Am Lohplatz gab es einen Stopp beim Haus Weinlein. Das unter Denkmalschutz stehende und seit langem nicht mehr bewohnte Gebäude soll nach dem Willen des Landratsamtes gesichert werden. Die Verfügung habe sich gegen den Eigentümer gerichtet, doch habe dieser geltend gemacht, dass die Stadt Miteigentümer sei. Es handele sich zwar nur um rund zwei Prozent, doch müsse man laut Burger mit einer neuen Verfügung rechnen, die sich auch an die Stadt richtet.

Anfang September fiel der Startschuss für den Waldkindergarten. Zwischenzeitlich wurden auch die zwei Container geliefert und aufgestellt, die das Gremium in Augenschein nehmen konnte. Bürgermeister Burger stellte das Konzept (die FN berichteten) vor und sprach von einem „weiteren attraktiven Betreuungsangebot“.

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