Buchen

Neckar-Odenwald-Kliniken Geburtenrate steigt voraussichtlich im dritten Jahr in Folge an

Mehr als 100 Babys in einem Monat

Archivartikel

Buchen/Mosbach.Schwangerschaften orientieren sich in der Regel nicht an Ferienzeiten. Diese Erfahrung haben in den vergangenen vier Wochen der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Neckar-Odenwald-Kliniken, Dr. Winfried Munz, und sein Team gemacht.

Insgesamt kamen im August in den Geburtsstationen in Mosbach und Buchen mehr als 100 Babys zur Welt. „Das ist außergewöhnlich. Und der Spitzenwert lag bei zwölf Babys an einem Tag. Nach dieser schönen Schwerstarbeit wussten wir, was wir getan hatten“, erinnert sich Munz am Ende eines ereignisreichen Monats.

Kein Betriebsurlaub

Geleistet wird das Pensum mit rund 20 Hebammen, 30 (Kinder-) Krankenschwestern und 17 Ärzten, die in einem Schichtsystem auf beiden Stationen rund um die Uhr in Bereitschaft stehen. „Dabei spielt es im Grunde keine Rolle, ob die Geburten tagsüber, nachts, am Wochenende oder in Ferienzeiten anstehen. Einen Betriebsurlaub gibt es hier nicht, wir sind immer da“, gibt Munz einen Einblick hinter die Kulissen. Wobei es gerade in den Sommer- und Weihnachtsferien schon die Herausforderung gebe, so Munz, die Urlaubszeiten gut untereinander abzustimmen. Entsprechend hat die Familie Aksay aus Eberbach auch nicht mitbekommen, dass ihr Sohn Fatih Han das hundertste Baby im laufenden Monat war. „Im Gegenteil, wir haben uns von Beginn an wohl und sehr gut aufgehoben gefühlt. Es lief alles ruhig und professionell ab und wir waren auch bei unserer zweiten Geburt hier in Mosbach hochzufrieden“, sagt Anne Vanessa Aksay.

Angesichts der hohen Geburtenzahlen erwartet Munz, dass die Gesamtzahl von 1155 Neugeborenen vom vergangenen Jahr bis Ende Dezember übertroffen wird. Dies wäre schon das dritte Mal in Folge eine Steigerung. „Einen kleinen Beitrag leisten wir sicherlich auch hierzu, denn wir bieten jeder Familie, die zu uns kommt, neben der guten medizinischen Betreuung, eine angenehme familiäre Atmosphäre. Und so kommen viele Familien gern auch ein zweites und drittes Mal“, unterstreicht Munz.

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Kliniken Landrat Dr. Achim Brötel staunt über die Entwicklung: „Das sind tolle Zahlen aus den Kliniken, die zeigen, dass sich das Leben zumindest im Kreis nicht an statistische Prognosen hält, die ja allesamt ein weiteres Sinken der Geburtenraten vorausgesagt haben. So bleiben unser Landkreis und unsere Region auf jeden Fall jung und lebendig. Ich kann daher die Familien nur auffordern: Mehr davon.“

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