Buchen

90. Geburtstag Mathilde Keicher aus Waldhausen feiert an diesem Mittwoch bei solider Gesundheit

Lebensweg teilt Schicksal einer Generation

Waldhausen.Ihren 90. Geburtstag feiert an diesem Mittwoch bei verhältnismäßig solider Gesundheit Mathilde Keicher aus Waldhausen.

Ihr langer Lebensweg teilt das Schicksal einer ganzen Generation: Geboren am 13. Januar 1931 in Böhmisch-Rudoletz, musste sie ihre Heimat am 6. Juni 1945 mit 20 Kilogramm Handgepäck für immer verlassen. Als erste Station fungierte Österreich. „Wir schliefen zwei Monate lang in der Scheune, bis es dann nach Waldhofen an den Bahnhof ging“, blickt die Jubilarin zurück.

Anstellung in der Saatschule

Zunächst führte sie der Weg in ein Lager nach Melk und schließlich in die Seckacher Klinge. „Dort wurden wir verteilt, und ich landete mit meinen Eltern in Heidersbach“, erklärt Mathilde Keicher heute. Nach einiger Zeit erhielt sie eine Anstellung in der Bödigheimer Saatschule, auf die wiederum eine zweijährige Tätigkeit im Caritas-Altenheim Waldhausen folgte. Hier lernte sie ihren späteren Mann Paul kennen, den sie am 2. Juni 1950 heiratete.

Die Familie bezog ein Eigenheim in Waldhausen, und aus der Ehe gingen ein Sohn und eine Tochter hervor. Als rührige Hausfrau kümmerte sie sich fortan um das Wohl der Familie.

Drei Enkel und ein Urenkel

Ein herber Schicksalsschlag war der frühe Tod Paul Keichers im Februar 1978. Vier Jahre später heiratete Mathilde Keicher ihren zweiten Mann Emil, der im Januar 1999 zu Grabe getragen wurde. „Seither bin ich Witwe, freue mich aber sehr an meinen drei Enkeln und meinem Urenkelchen“, betont die Jubilarin, die von ihrer Schwiegertochter versorgt und von der ganzen Familie gern besucht wird.

Zum 90. Geburtstag gratulieren auch die Fränkischen Nachrichten mit besten Glück- und Segenswünschen.

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