Buchen

In Buchen Kitas und Grundschulen kehren Ende Juni zum angepassten Regelbetrieb zurück / Gesundheit der Kinder, Eltern und Lehrkräfte steht laut Stadtverwaltung nach wie vor im Fokus

Kinder sollen auf spielerischem Weg die Vorgaben einhalten

Buchen.Auch in den Buchener Kindertagesstätten und Grundschulen soll es ab dem 29. Juni einen „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“ geben. Das Land Baden-Württemberg hat hierfür die entsprechenden Regelungen geschaffen.

Die Kindergartenleitungen, deren kirchlichen Träger, die Schulleitungen und die Stadt Buchen haben laut einer Pressemitteilung „ihre Hausaufgaben gemacht“. Ab kommendem Montag werden alle betreffenden Kinder betreut beziehungsweise beschult – in welchem konkreten Umfang und zu welchen Zeiten wurde je nach Gegebenheiten von den Leitungen festgelegt und wird laut Stadtverwaltung den Eltern rechtzeitig mitgeteilt. Das Konzept für den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen soll für das gesamte Kindergartenjahr 2020/21 gelten. In Bezug auf die Anzahl der Gruppen, deren Größe und die Betreuungszeiten orientiert es sich an der Betriebserlaubnis der jeweiligen Einrichtungen. Die Abstandsregelung für Kinder hebt das Land Baden-Württemberg auf. Es beruft sich dabei auf erste Erkenntnisse einer Studie der Universitätsklinik Heidelberg, nach der Kinder bei der Verbreitung des Virus eine untergeordnete Rolle spielen. Es sollen aber feste Gruppen möglichst ohne Durchmischung gebildet werden; weitere am Normalbetrieb orientierte Lockerungen könnten in diesem Zeitraum in Abhängigkeit des Infektionsgeschehens möglich werden. Die Mindestpersonalzahl kann unterschritten werden, sofern die Aufsichtspflicht gesichert ist. Der Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kinderbetreuungseinrichtung bleibt weiterhin vorerst ausgesetzt.

Geringerer Umfang

In den Schulen wird wieder täglicher Präsenzunterricht stattfinden, allerdings im geringeren Umfang als gewohnt. Eine „schriftliche Leistungsfeststellung“ findet nicht statt. Die Stunden beginnen da, wo das möglich ist, zeitversetzt, damit nicht alle Schüler gleichzeitig zur Schule kommen. Sport und Musik werden aufgrund der höheren Infektionsgefahr nicht unterrichtet. Ganz wichtig ist die Verlässlichkeit; die Eltern, die seit Beginn der Corona-Pandemie meist große Probleme hatten, die Betreuung ihrer Kinder zuhause sicher zu stellen und gleichzeitig als „Aushilfslehrer“ fungieren mussten, können jetzt sicher sein, dass ihre Grundschulkinder im Rahmen der Verlässlichen Grundschule von 7.30 bis 13 Uhr betreut werden – wenn diese Betreuung gebucht wurde.

An der Jakob-Mayer-Grundschule in Buchen und an der Grundschule in Hainstadt kann auch eine Betreuung bis 14 Uhr in Anspruch genommen werden, dienstags werden die angemeldeten Schüler an der Jakob-Mayer-Grundschule sogar bis 16 Uhr betreut. Die bisher organisierte Notbetreuung entfällt damit. Ein Abstandsgebot unter den Grundschulkindern gilt nicht, Hygieneregeln gibt es gleichwohl. Natürlich werden auch die Schulräume und Sanitärbereiche nach bestimmten Vorgaben gereinigt, desinfiziert und gelüftet – die Gesundheit der Kinder, Eltern und Lehrkräfte steht laut Stadtverwaltung nach wie vor im Fokus.

Grundsätzlich werde beim Einhalten der Vorgaben an Eigenverantwortung und Disziplin appelliert – bei Kindergarten- und Grundschulkindern sei das naturgemäß schwieriger und könne nur auf spielerischem Weg gelingen. „Wir sind optimistisch und froh, dass die Lockerungen endlich auch die Kindergärten und Schulen erreichen. Ich denke, dass sich darüber die Kinder und natürlich die besonders belasteten Eltern freuen“, betont Bürgermeister Roland Burger.

In den weiterführenden Schulen sei ein täglicher Präsenzunterricht für alle noch Wunschdenken. Dort gebe es derzeit ein rollierendes System, das es den Schülern erlaube, tage- oder versetzt auch wochenweise statt am heimischen Schreibtisch in ihrem Klassenzimmer zumindest in maximal fünfzigprozentiger Klassenstärke beschult zu werden. stv

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