Buchen

Jacob-Mayer-Grundschule in Buchen 23 Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen sind in einer Bläserklasse aktiv

„Kinder sind unglaublich motiviert“

Archivartikel

Buchen.Musik liegt in der Luft: Wer dienstags die Räumlichkeiten der Buchener Jacob-Mayer-Grundschule betritt, wird sich angesichts frischer Melodien und flotter Töne möglicherweise fragen, ob er nicht ein Probelokal statt eines Schulhauses betreten hat. Ganz falsch ist dieser Gedanke aber nicht: Im Rahmen der Kooperation zwischen der JMK-Musikschule und der Jacob-Mayer-Grundschule wurde aus 23 Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen eine Bläserklasse gebildet, die unter Anleitung des stellvertretenden Musikschulleiters Alexander Monsch probt.

Angeboten werden mit Klarinette und Saxophon zwei Holzblasinstrumente; aus der Familie der Blechbläser komplettieren die Trompete, das Waldhorn, das Tenorhorn mit seinem „Verwandten“ namens Euphonium und die Posaune die Palette der zu erlernenden Instrumente. „Gerade unsere Dritt- und Viertklässler befinden sich derzeit im richtigen Alter, an ein Musikinstrument herangeführt zu werden und gleichzeitig ein neues Hobby kennen zu lernen – wir sind sehr glücklich darüber, das Angebot der JMK-Musikschule nutzen zu dürfen“, erklärt Schulleiterin Heike Busch den Fränkischen Nachrichten und hebt die Wichtigkeit sinnvoller Freizeitbeschäftigungen abseits Computer und Spielkonsole hervor. Auf einen anderen Aspekt weist Tanja Leitz hin, die seitens der Jacob-Mayer-Grundschule mit der Organisation des Projekts betraut ist: „Die Kinder sind sehr stolz auf ihre Lernfortschritte, aber auch darauf, zunächst bei schulinternen Feierlichkeiten in unserem Hause und später eventuell im Museumshof als Bestandteil der ABC-Band der Stadtkapelle Buchen aufspielen zu dürfen“, lässt die aktive Musikerin wissen. Die „ABC-Band“ ist ein gutes Stichwort, auf das auch Alexander Monsch zu sprechen kommt: „Wenn es ihr Wunsch ist, können die Kinder nach dem Ende des einjährig angelegten Kooperationszyklus direkt in der ABC-Band mitspielen und erhalten zeitgleich Musikunterricht in der JMK-Musikschule“, schildert er.

Dazu trägt auch der peu à peu erhöhte – und dennoch zwanglose – Probebetrieb vor Ort bei: „Nach den Herbstferien wird zu den Dienstagen der Donnerstag hinzu kommen, an dem dann alle Instrumente zusammen proben und ein richtiges Orchester bilden“, betont Tanja Leitz und freut sich gemeinsam mit der Schulleiterin über den „sehr hohen Motivationswert“ der gemeinsamen Proben sowie ein „nicht mehr aus dem Schulleben wegzudenkenden Angebot“.

Was an Rückmeldungen eingeht, falle sowohl aus der Mund der Mädchen und Jungen als auch seitens ihrer Eltern äußerst positiv aus: „Die Kinder sind unglaublich motiviert und haben viel Spaß an ihrem neuen Hobby – und die Eltern schätzen es, ihre Kinder nicht erst ins Auto stecken und weiter weg fahren zu müssen“, erklärt Heike Busch.

Und auch das Kollegium habe trotz gewissem Organisationsaufwand einen praktischen Nutzen zum Wohle der Kinder rasch erkannt: „Einen so professionellen Musikunterricht könnten wir Lehrer in diesem Umfang gar nicht bieten“, fügt Tanja Leitz an. Dabei käme das musikalische Vorwissen der Bläserklasse selbst dem normalen Fächerkanon der Schule zugute: Die Bläser, so Leitz, seien Inhalt des Musikunterrichts in der dritten und vierten Klasse.

Gewisse Aufwertung

„Durch ihr mit eigenen Instrumenten erworbenes Vorwissen fällt es den Kindern und letztlich auch uns Lehrern leichter, die Themen anzugehen und gut aufzubereiten“, hält sie fest und spricht von einem beliebten wie sinnhaften musikpädagogischen Angebot, das auch der Schule eine gewisse Aufwertung schenke. Die Kooperation zwischen der JMK-Musikschule und der Jacob-Mayer-Grundschule begeistert seit nunmehr fünf Jahren Schüler, Eltern und Lehrer. ad

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