Buchen

Polizei in Buchen Minister Peter Hauk informierte sich über die Situation

Keine Nachwuchssorgen

Archivartikel

Buchen.Über die gegenwärtige Situation bei der Polizei im Altkreis Buchen informierte sich der Minis-ter für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und CDU-Landtagsabgeordnete Peter Hauk bei dem 1. Polizeihauptkommissar Werner Broßmann (Leiter des Polizeireviers Buchen) und Polizeihauptkommissar Marco Zimmermann.

Das neu gebaute Polizei-Revier und die Einstellungsoffensive habe sich gut auf die Polizeiarbeit in Bu-chen und Umgebung ausgewirkt. Im März dieses Jahres kamen drei neue Kommissare von der Fachhochschule in das Polizeirevier. Zwar werde die personelle Talsohle voraussichtlich erst im kommenden Winter durchschritten. Im September dieses Jahres begannen sechs Praktikanten im mittleren Dienst ihr Praktikum beim Polizeirevier Buchen. Weitere vier Praktikanten im gehobenen Dienst kommen Ende 2020 dazu.

Auch mittelfristig müsse man sich keine Nachwuchssorgen machen. Der ländliche Raum biete gute Perspektiven und es sei positiv zu werten, dass sehr viele junge Polizisten ihren Dienst in der Region verrichten wollen. Dies führe auch zwischenzeitlich zu einem guten Altersdurchschnitt im Streifendienst.

Die Corona-Pandemie habe auch bei der Polizei zu großen Herausforderungen geführt. Besonders die ständigen Änderungen der einschlägigen Vorschriften verlangten allen Angehörigen des Polizeireviers viel ab.

Corona hat vieles beschleunigt

Auf die Frage nach der materiellen Ausstattung erläuterte Broßmann, dass man mit dem Leasen der Fahrzeuge zufrieden sei, und auch die vorhandenen Bodycams gute Dienste leisteten. Corona habe auch bei der Polizei im Bereich Homeoffice vieles beschleunigt.

Zwar sei zu Beginn der Pandemie, wie überall, die Einwahl über sogenannte Token nur wenigen möglich gewesen, jedoch sei im Laufe der Zeit eine Verbesserung der Situation eingetreten. Weiterhin seien viele der bisherigen Präsenztreffen, etwa in Heilbronn, durch Online-Video-Konferenzen ersetzt worden. Zu dieser neuen Arbeitsrealität kommentierte Minister Hauk: „Die Mischung macht’s. Video-Konferenzen können zwar einiges an gefahrenen Kilometern einsparen, und so die Umwelt schützen, jedoch ist bei Gesprächen oft der direkte, persönliche Kontakt wichtig.“

Auch die Nutzung des Internetportals für Anzeigen nehme zu. Eine dort getätigte Anzeige läuft beim Landeskriminalamt an, und wird über das Polizeipräsidium Heilbronn an die örtliche Polizeidienststelle zur Bearbeitung weitergeleitet. Man müsse feststellen, dass die „online-Straftaten“ ansteigen, was sicherlich am zunehmenden Online-Handel liege.

Weniger Einbruchdiebstähle

Etwas rückläufig waren die Einbruchdiebstähle, was zweifellos auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen sei. Das Polizeirevier Buchen, so stellte Revierleiter Broßmann stolz fest, nimmt ungeachtet dessen einen vorderen Platz bei der Aufklärung von Straftaten in Baden-Württemberg ein. Minister Peter Hauk sagte dazu: „Dieses sehr gute Ergebnis bei der Aufklärung von Straftaten haben wir sowohl unserer Polizei als auch unserer Bevölkerung zu verdanken. Die Polizeibeamten sind vor Ort verankert, dies ist eine unschätzbare Hilfe für unsere innere Sicherheit.“ cdu

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