Buchen

„Macht die Augen auf“ Festgottesdienst zu Ehren der Ortspatronin St. Odilia / Eucharistische Prozession

In zweierlei Hinsicht sehend geworden

Die Ortspatronin St. Odilia stand im Mittelpunkt der Feierlichkeiten der katholischen Kirchengemeinde in Hettingen.

Hettingen. Pfarrer Dekan Johannes Balbach zog mit den Ministranten und den Fahnenabordnungen unter festlichen Orgelklängen meisterhaft von Organist und Kantor Eckehard Kirchgeßner gespielt ins dezent geschmückte Gotteshaus, und feierte mit der immer kleiner werdenden Gemeinde den Festgottesdienst zu Ehren der Ortspatronin St. Odilia.

In seiner eindrucksvollen lebensnahen aufrüttelnden Predigt ging Pfarrer Dekan Johannes Balbach zunächst auf das Leben der Hl. Odilia ein, die durch die Taufe in zweierlei Hinsicht sehend wurde. Zum einen das visuelle Sehen und dann das Sehen mit dem Herzen. „Macht die Augen auf, um zu sehen, was in unmittelbarer Nähe, aber auch in der weiten Welt passiert, wo tagtäglich im Mittelmeer Menschen ums Leben kommen“, rief Pfarrer Balbach den Gläubigen zu. Hier dürfe man nicht wegschauen, sondern man müsse sich solidarisch zeigen und Hilfe gleich welcher Art leisten.

„Macht die Augen auf, Gott zeigt jedem Einzelnen von uns seine Schwächen und Stärken und gibt die Richtung des Lebensweges vor, wobei uns die Hl. Odilia eine mächtige Fürsprecherin sein kann“, hieß es weiter.

Die Sakramentsprozession, bei der Pfarrer Balbach das allerheiligste durch die Dorfstraßen trug, wurde von der Musikkapelle unter der Leitung von Dirigent Wolfgang Mackert angeführt, wobei die größeren Kinder des Kindergartens zusammen mit ihren Erzieherinnen im Gedenken an ihre Namenspatronin mitgingen. Erfreulicher Weise sind einige junge Familien mit ihren Kleinkindern mit dabei gewesen, und für viele Frauen des Kindergartens St. Odilia war es eine Ehrensache, die barocke Odilienfigur abwechselnd mitzutragen, während der Ministrant Vincent Bechtold die Reliquien der hl. Odila in einer kleinen Monstranz ( Ostensorium) mittrug. Mit den feierlichen Schlusssegen und dem Tedeum sowie den Dankesworten von Pfarrer Balbach fand die Festlichkeit der Ortspatronin ihren Abschluss. KM