Buchen

Bürgerdialog Ergebnisse der Fragebogenaktion als Grundlage / Einwohner bildeten Arbeitskreise zu Themen wie Gaststätten oder Nachbarschaftshilfe

Hettigenbeuern nimmt seine Zukunft in die Hand

Archivartikel

Hettigenbeuern.„Die Zukunft selbst in die Hand nehmen und gestalten“ – unter diesem Motto stand der „Zukunftsdialog“. Über 80 Einwohner, eine beachtliche Zahl, nutzten die Gelegenheit, und arbeiteten aktiv im Dorfgemeinschaftshaus mit.

Yvonne Peterhänsel und Helga Schwab-Dörzenbach stellten die Ergebnisse der zuvor gelaufenen Fragebogenaktion vor. Die Beiträge der Einwohner waren spannend und enthielten viele Ideen und Impulse. So unterschiedlich wie die Menschen, so unterschiedlich waren natürlich auch die Antworten auf die Umfrage.

Konsens herrschte darüber, dass sich die Einwohner sehr wohl fühlen im Morretal, sie schätzen die Gemeinschaft, die Vereinswelt und die schöne Landschaft. „Ich wohne gerne in Hettigenbeuern, weil die Welt hier noch in Ordnung ist“, gab es da zu lesen. Aber auch die Feststellung, dass „Heddebör“ der schönste Ort im Odenwald sei.

Die Fragebogen zeigten aber auch auf, dass es eben Dinge gibt, die fehlen. Es leiteten sich unterschiedliche Wünsche für ein intaktes Dorfleben und ein gutes Miteinander ab. So wurden Thementische zu den in der Umfrage am öftesten genannten Bereichen vorgeschlagen. Diese waren: Treffpunkt/Gaststätte, Einkaufen/Versorgen, Zusammenleben/Nachbarschaftshilfe/Senioren/Familie, Mobilität und Kurpark/Tourismus. Die Teilnehmer teilten sich entsprechend ihren Interessen den Thementischen zu. Erwartungsgemäß war Treffpunkt/Gaststätte das am stärksten frequentierte Thema. Dementsprechend wurde an diesem in zwei Gruppen gearbeitet.

Der Moderator des von der Allianz für Beteiligung geförderten Prozesses, Martin Keller-Combé, leitete dann in die Arbeitsphase über. Er stellte kurz die Vorgehensweise vor. An den Thementischen wurde in drei Runden diskutiert, überlegt und Vorschläge gesammelt. In der ersten Runde ging es darum, die Themen wertschätzend, positiv und umsetzungsorientiert zu besprechen. In Runde zwei wechselten die Teilnehmer den Tisch und beleuchteten die Ideen kritisch. In Runde drei ging es schließlich zurück an den ursprünglichen Thementisch, wo die Einwohner über Lösungen für mögliche Stolpersteine bei der Umsetzung grübelten. Es war beeindruckend, wie interessiert alle mitarbeiteten und welche rege Diskussionen entstanden. Nach der Ergebnisvorstellung wurde bei der Schlussrunde gemeinsam eine Priorisierung vorgenommen. Der Punkt „Treffpunkt/Gaststätte“ blieb dabei Favorit. Alle anderen Themenbereiche lagen nah beieinander beziehungsweise schienen nahezu gleichermaßen interessant.

Für das Kernteam gilt es nun, die Ergebnisse vom Zukunftsdialog zu analysieren und zu dokumentieren, damit bei der Zukunftsschmiede daran weitergearbeitet werden kann. Es sollen Erkenntnisse und Folgerungen beziehungsweise nächste Schritte überlegt werden. Das Ergebnis sind dann hoffentlich erste Projektansätze.

Die in dem Beteiligungsverfahren identifizierten Ideen zur Zukunftsgestaltung werden in der „Zukunftsschmiede“ am Sonntag, 13. Oktober, weiter fokussiert. Wenn möglich sollen daraus einige konkrete Projekte für das Morretal geschmiedet und auf mögliche Umsetzung geprüft werden. Bei der Zukunftsschmiede ist die Beteiligung interessierter Einwohner wiederum erwünscht. Die vielfältigen Umfrageergebnisse, mit kleinen und großen Anmerkungen über die Hauptthemen hinaus, verschwinden natürlich keinesfalls in der Schublade. Die Informationen und Impulse werden weiterbearbeitet und sollen auch den Ortschaftsräten und dem Ortsvorsteher zur Verfügung gestellt werden. Relevante Anmerkungen werden an die Stadtverwaltung weitergeleitet. hes

Zum Thema