Buchen

Verkehrswacht Buchen Organisationsstruktur soll überarbeitet werden / Roland Burger und Ehrenfried Scheuermann tauschen die Ämter

Gründung eines neuen Kreisvereins beschlossen

Buchen.Eine wichtige Weiche für die Zukunft der ehrenamtlichen Verkehrserziehung im Landkreis stellte am Donnerstag die Verkehrswacht Buchen bei ihrer Jahreshauptversammlung. Einstimmig sprach man sich für die Gründung eines neuen Vereins auf Kreisebene auf, während die bisherigen Verkehrswachten aus Buchen und Mosbach vorerst parallel zueinander weiter bestehen werden. Des weiteren erfolgte ein Wechsel an der Führung.

Im Alten Rathaus begrüßte der bisherige Vorsitzende Ehrenfried Scheuermann den „kleinen Kreis“ und sprach von einer „schwierigen Phase“, zeigte sich jedoch optimistisch. „Die Zwangspause durch Corona war für die Gesellschaft möglicherweise nicht schlecht“, merkte er an und leitete nach der Totenehrung über zum Geschäftsbericht, den Geschäftsführer Albert Ullrich präsentierte. Er erinnerte akkurat an die Geschehnisse der Jahre 2018 und 2019, so zum Beispiel an die vorschulische Verkehrserziehung (2018: 1053 Teilnehmer; 2019: 748 Teilnehmer), die Radfahrausbildung mit den Viertklässlern (2018: 634 Teilnehmer; 2019: 667 Teilnehmer), die Vorträge in den Schulen zwischen Adelsheim, Hardheim und Schefflenz mit 698 Besuchern sowie die Erwachsenenaufklärung.

302 Warndreiecke verteilt

Unterstützt durch die Sparkasse Tauberfranken, konnten alle Kindergärten Hardheims mit 302 Sicherheits-Warndreiecken ausgestattet werden. Im Rahmen der Aktion „Sicherer Schulweg“ wurden 30 Spannbänder zum Schulanfang als Sicherheitsmaßnahme platziert. Die allgemeine Arbeit der Verkehrswacht umfasste vier Veranstaltungen für Mobilitätstraining mit dem Kreisseniorenrat, zwei gut besuchte Events der „Aktion junge Fahrer“ in Hardheim und Buchen mit dem Überschlagsimulator und den amtlichen Verkehrsunterricht mit sechs Teilnehmern auf Weisung der Gerichte. „Die Resonanz gerade im Kinder- und Jugendbereich war sehr gut“, freute sich Albert Ullrich und stellte vor allem die für Begeisterung sorgende spielerische Verkehrsunterweisung mit der Puppenbühne heraus.

Nachdem Schatzmeister Kurt Richter die Einnahmen und Ausgaben aufgelistet hatte, trug Klemens Gramlich den Prüfbericht vor und vermeldete keine Beanstandungen. Die Entlastung oblag Bürgermeister Volker Rohm (Hardheim). Bei den Neuwahlen ergab sich eine kleine Veränderung an der Spitze: So bekleidet der bislang als stellvertretender Vorsitzender tätige Bürgermeister Roland Burger (Buchen) nun das Amt des Vorsitzenden, während der bisherige Amtsinhaber Ehrenfried Scheuermann (Walldürn) als sein Stellvertreter mitarbeitet. Wieder gewählt wurden Schatzmeister Kurt Richter sowie die Beisitzer Volker Hermeth (Osterburken), Herbert Gerold (Walldürn) und Christian Lottermoser (Adelsheim). Roland Burger dankte allen Funktionsträgern für die Bereitschaft zur Mitarbeit und Geschäftsführer Albert Ullrich für dessen „außergewöhnlichen und außerordentlichen Einsatz über Jahrzehnte hinweg“.

Schließlich informierte er über die künftige Arbeit der Verkehrswacht im Neckar-Odenwald-Kreis. „Die Verkehrswacht ist unverzichtbar, jedoch muss die Organisationsstruktur überarbeitet werden“, merkte er an. Im Falle des Kreisgebiets bedeute diese Neuaufstellung die Abwicklung der bisherigen Verkehrswachten Buchen und Mosbach, die vorerst eigenständig weiter bestehen werden und in absehbarer Zeit in den neu zu gründenden, die operative Arbeit übernehmenden Verein übergehen. „Das geht aber nicht von heute auf morgen“, konstatierte Burger.

Nachdem hierfür die Satzung geändert und den neuen Erfordernissen angepasst wurde, informierte Albert Ullrich über den Stand der Arbeit in Corona-Zeiten. „Die Radfahrausbildung konnte unter verschärften Hygienebedingungen durchgeführt werden und wurden gut angenommen“, bilanzierte er. ad

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