Buchen

„Getzemer Narre“ Rückblick auf das Jubiläumsjahr / Planungen für 2021 derzeit kaum möglich

Große Fragezeichen vor der Kampagne

Archivartikel

Götzingen.Zwar steht aufgrund der aktuellen Entwicklung mehr denn je ein großes Fragezeichen über dem künftigen Fastnachtsgeschehen, trotzdem haben sich die „Getzemer Narre“ kürzlich zur Durchführung der Jahreshauptversammlung entschlossen. Diese musste ursprünglich Corona-bedingt abgesagt werden.

Die unter den Pandemievorgaben organisierte Versammlung fand in der Turn- und Festhalle statt. Gerald Eberwein eröffnet das Treffen und zeigte sich angetan von den vielen Teilnehmern. In seinem Jahresbericht bilanzierte Schriftführer Eberhard Müller den Verlauf des Berichtsjahres. Dabei ließ er pointiert nochmals die Jubiläumskampagne Revue passieren, die unter dem Motto „FG-Jubiläum – wir losse’s krache! Segsch mol elf Johr – kaum zu fasse!“ organisiert wurde und mit insgesamt neun Veranstaltungen „sehr erfolgreich“ verlief.

Detailliert erinnerte er dabei an die speziellen Höhepunkte der 66. FG-Saison wie den Jubiläumsumzug mit 22 Gastgruppen und „After-Umzugs-Party“, die Prunksitzung mit Ehrungen, oder die „Große Herzkersche-Gaudi“ mit zehn Gruppen und über 140 Aktiven als krönenden Abschluss der Kampagne.

Baum gepflanzt

Für eine bleibende Erinnerung an das Jubiläum sorgte die Fastnachtsgesellschaft durch die Pflanzung eines Jubiläumsbaumes – natürlich an eine „Getzemer Herzkersche“. Sie fand ihren Platz an exponierter Stelle: im Gewann „Höhnehaus“ direkt bei einem Gedenkkreuz mit Ruhebank. Der Standort bietet dem Betrachter einen beeindruckenden Blick über „Herzkerschehausen“ und lädt Wanderer oder Spaziergänger zum Verweilen und Besinnen ein. Müller dankte abschließend allen Mitstreitern an der Fastnachtsfront und allen ehrenamtlich Engagierten für ihren Einsatz zur Traditionspflege für die „Getzemer Fachenoacht“.

Mit einem zufriedenstellenden Finanzbericht wartete Kassenwart Ralf Dörr auf, dem die Kassenprüfer Valentin Holderbach und Willi Holderbach eine korrekte und übersichtliche Kassenführung bescheinigten. Dem Vorstand wurde daraufhin – verbunden mit Dank für dessen Einsatz – einstimmig Entlastung erteilt.

„Besonderer Spagat“

Grüße von Bürgermeister Roland Burger und dem Ortschaftsrat überbrachte Ortsvorsteherin Daniela Gramlich der Versammlung. Sie zollte Anerkennung für eine „toll organisierte Jubiläumskampagne“ und dankte für das ehrenamtliche Engagement. Sie erkannte auch an, dass die Vereinsarbeit eine große Herausforderung darstelle und dem Vereinswesen wohl ein „besonderer Spagat“ abverlangt werde. „Umso wichtiger ist daher Zusammenhalt und Zusammenarbeit“, fuhr sie fort und wünschte den „Getzemer Narren“ weiterhin viel Erfolg, den Verantwortlichen stets Fingerspitzen-Gefühl und allen Narrenfreunden vor allem Gesundheit.

Mit einem kurzen Resümee über die Jubiläumskampagne verband Präsident Rene Eberwein den Dank an alle Aktiven und Helfer, insbesondere auch an Bert Antreter für die Aktualisierung der Homepage sowie Annette Eberwein für die Pflege des Clubraumes. Düster sei der Blick in die nächste Zukunft: Auch wenn das „Narrenherz blute“, müsse man davon ausgehen, dass die Kampagne 2021 entfallen werde. Eine Planung erscheine auf absehbare Zeit kaum möglich, obwohl schon noch immer ein kleiner Hoffnungsfunke glimme, ob nicht am Ende wenigstens „ein klein wenig Faschenoacht“ doch noch möglich sein könnte.

Zum Ende der Versammlung bedankte sich Eberwein für die vielfältige Unterstützung von Ortschaftsverwaltung und Bauhof, Aktiven und Tänzerinnen sowie deren Trainerinnen, örtlichen Vereinen und dem Vorstandsteam. Mit einem Appell zum Optimismus und dem Wunsch für gute Gesundheit schloss er die heuer „etwas andere“ Jahreshauptversammlung. jm

Zum Thema